Brauner bei woman@work: Chancen für Frauen in IT-Berufen

Riesenansturm bei Informationstag der Österreichischen Computer Gesellschaft an Technischer Universität

Wien (OTS) - Die Informationstechnologie-Branche ist mit über 20.000 Betrieben und etwa 100.000 Beschäftigten immer noch einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftszweige Österreichs. Diesen Umstand betonte auch Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner bei der Eröffnung des Kongresses woman@work am Freitag in der Technischen Universität:
"Das große Interesse an der heutigen Veranstaltung ist auch ein Signal an die Unternehmen, das Potenzial von 50 Prozent der Bevölkerung zu nutzen. Frauen zeigen eine große Bereitschaft, sich weiter zu entwickeln und die Chancen, die der IT-Bereich bietet, auch zu ergreifen." Brauner begrüßte die Initiative der Österreichischen Computer Gesellschaft als "hervorragende Ergänzung" zu zahlreichen Maßnahmen, die von der Stadt Wien bereits gesetzt wurden.****

Mädchen und Frauen müssten möglichst früh dazu ermutigt werden, technische Ausbildungswege einzuschlagen, sagte die Frauenstadträtin. "In Wien setzen wir bereits auf Angebote, wie etwa Mentoring, die sich speziell an Mädchen richten. Zahlreiche Vereine und Initiativen, wie etwa "Sprungbrett" oder "Amandas Matz" unterstützen Mädchen in der schwierigen Phase der Berufsentscheidung." Weibliche Vorbilder seien für Mädchen und junge Frauen besonders wichtig, erklärte Brauner. Das Internet-Projekt des Wiener Frauenbüros "jobs4girls" stellt unter http://www.jobs4girls.at/index.htm mehr als 200 Berufsbiografien von Frauen in technischen- oder IT-Berufen vor. Aber auch Wiedereinsteigerinnen und Umsteigerinnen seien eine wichtige Gruppe, die durch gezielte Information ihre Chancen in der IT-Branche ergreifen könnten.

Brauner begrüßte den Fachaustausch über Potenziale und Risiken der IT-Berufe für Frauen. "Derzeit sind viele IT-Berufe für junge, alleinstehende Männer maßgeschneidert. Frauen werden durch besondere Lebensumstände, wie etwa Doppelbelastungen, am Arbeitsmarkt immer noch diskriminiert. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die zentrale Frage für einen fairen Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt. In Zukunft wird sich die Technologie an die Menschen anpassen müssen, statt umgekehrt", forderte Brauner.

Die ganztägige Veranstaltung woman@work informiert Mädchen und Frauen über die Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Informationstechnologie, sowie über die Branche selbst. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen zu ermutigen, berufliche Perspektiven in der Vielzahl an IT-Berufen als auch in der IT-Forschung zu entwickeln. Nach der Eröffnung durch Frauenstadträtin Renate Brauner, diskutierten Expertinnen Chancen für Frauen in IT-Berufen und Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt, darunter Dr. Edeltraud Hanappi-Egger, Professorin an der TU Wien, Sabine Fleischmann von Microsoft Österreich, Gabriele Schwarenhorer von IBM Österreich, Christine Marek, von Frequentis Nachrichtentechnik und Gabriele Zuna-Kratky, Leiterin des Technischen Museums Wien.

woman@work soll gleichzeitig ein Forum für die Kontaktpflege und Vernetzung von Frauen bilden. Eine Vielzahl an AusstellerInnen informieren über Ausbildungen, soziale Absicherung, Finanzierungsmöglichkeiten und Frauennetzwerke. Das Programm ist nachzulesen unter: http://www.ocg.at/events/waw/index.html . (Schluss) hk

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