"Wien isst gesund" - Neues Projekt von "Ein Herz für Wien"

Wiener Gastronomie unterstützt Herz-Kreislauf-Präventionsprogamm

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Wien isst gesund" steht ein neues Präventionsprojekt der Kampagne "Ein Herz für Wien". Ziel ist es, ein Angebot für "gesunde Ernährung" in der Wiener Gastronomie zu schaffen und die Wienerinnen und Wiener zu motivieren, sich auch außer Haus gesund zu ernähren. Bereits in der Startphase der Aktion haben rund 200 Wiener Gastronomiebetriebe innerhalb kürzester Zeit ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet und werden ihren Gäste "herzfreundliche" Menüs mit kleineren Fleischportionen, mit Fischgerichten und vielfältigen Gemüse- und Salatangeboten auf der Speisekarte offerieren.

Die Aktion 'Wien isst gesund', die die Stadt Wien gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien durchführt, soll als "ein Stück gelebter Prävention" etabliert werden, so Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker. "Gesunde Ernährung gehört neben Bewegung und Nichtrauchen zu den wesentlichen Faktoren, das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung zu senken. Mit 'Wien isst gesund' haben wir ein neues innovatives Projekt gestartet, das sich in unser Herz-Kreislauf-Präventionsprogramm hervorragend eingliedert."

Für Walter Nettig, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, ist diese Aktion "der beste Beweis dafür, dass den Unternehmerinnen und Unternehmern der Gastronomie das leibliche Wohl ihrer Gäste im wahrsten Sinne des Wortes am Herzen liegt." Unterstützt werden die Wiener Betriebe dabei von spezialisierten "Ein Herz für Wien" -Ernährungswissenschaftern, die ihr Wissen rund ums Thema "Gesunde und Genussvolle Ernährung" in Schulungen weitergeben werden.

Mitmachen lohnt sich - Weitere Teilnehmer willkommen

"Diese Initiative stellt eine ausgezeichnete Möglichkeit für die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer dar, ihr Angebot für den Kunden noch attraktiver zu gestalten und dem allgemeinen Trend nach leichter, gesunder Kost nun noch umfangreicher und professioneller als schon bisher zu entsprechen. Die Aktion ist gerade erst angelaufen, weitere Teilnehmer sind also herzlich willkommen", betont Präsident Nettig.

Als Lohn für ihr Engagement winkt den Gastronomen der Bundeshauptstadt eine Auszeichnung mit einer "Wien isst gesund"-Beislplakette.

Insbesondere in den vergangenen Jahren hat die Wiener Gastronomie mit einem vermehrten Angebot an leichten Speisen und zahlreichen speziellen Aktionen unter Beweis gestellt, dass sie bereits ein Herz für ihre Gäste hat: So dürfen neben den traditionellen Wiener Spezialitäten wie dem Wiener Schnitzel, selbstverständlich auch fettärmere Fleischsorten, fleischlose, vegetarische Gerichte oder Salate auf der Speisekarte nicht mehr fehlen. Auch die saisonalen Angebote wie die Fisch-, Spargel-, Bärlauch-, Maibock-, Erdbeer- oder Schwammerlwochen erfreuen sich Jahr für Jahr höchster Beliebtheit.

"Gesunder Lebensstil" - Motto des Weltherztags am 29. September 2002

Für Univ.Prof. Dr. Anita Rieder, wissenschaftliche Koordinatorin von "Ein Herz für Wien", ist das neue Gastronomie-Projekt eine ideale Möglichkeit, die Zielsetzungen der WHO bezüglich "gesunder Lebensstil" innerhalb der Bevölkerung zu integrieren. Dem hohen Stellenwert entsprechender Präventionsprogramme trägt auch der diesjährige "Welt-Herztag" unter dem Motto "gesunder Lebensstil" Rechnung. "Wenn die Bevölkerung motiviert werden kann, sich gesünder zu ernähren und sich regelmäßig zu bewegen, wird ein enormes präventives Potential freigesetzt, dies hat auch der letzten WHO-Sonderbericht vom Frühjahr 2002 eindrucksvoll bestätigt", so Univ.Prof. Rieder.
Mit der Integration eines gesünderen Lebensstils in den Alltag könnte nach Ansicht von Experten bis zu 80% der Fälle koronarer Herzkrankheit und bis zu 90% von Typ II Diabetes verhindert werden. Den nachhaltigen Erfolg von Herz-Kreislauf - Präventionsprogrammen beweist nach Rieder ein Programm aus Finnland. Dort konnte nach 25-jähriger Laufzeit ein 70%-iger Rückgang der Sterberate bei den koronaren Herzkrankheiten bei den 35- bis 64 Jährigen festgestellt werden. Rund die Hälfte des Rückgangs der Sterberate wird dabei der Ernährungsumstellung zugeschrieben.

Fleisch vor Gemüse - Zur Ernährungseinstellung der ÖsterreicherInnen

Bei einer Ernährungsumfrage des Gallup-Institutes (2002), gaben 39 % der Befragten an, dass bei ihrer letzten Hauptmahlzeit - vor dem Interview - Fleisch an erster Stelle stand, in Wien waren es 36%. Bei 44 % der "Fleischesser" handelte es sich dabei um die Mittagsmahlzeit.

Gemüse stand bei 35% der Befragten an 2.Stelle (Wien: 27%), 23% der Interviewpartner nannten Salat (Wien 21%) und 10% gaben an, Fisch gegessen zu haben (Wien: 9% ). Frauen essen weniger häufig Fleisch.

Jeweils etwa ein Drittel der Befragten gaben als ihre individuellen Ernährungsprobleme an:

o dass sie gerne gesünder essen würden, aber meistens "nehmen müssen, was es gibt",
o dass zu kalorienreiches Essen am Speiseplan steht,
o dass (zwar immer mit schlechtem Gewissen) zu viel gegessen
wird, jedoch "zu wenig Zeit bleibt aussuchen, was man gerne möchte."

64% der ÖsterreicherInnen sind der Ansicht, dass Ernährung sehr stark bzw. stark mit ihrem eigenen Wohlbefinden und der Gesundheit zusammenhängt. In Wien sind es sogar 72%.
76% (Wien 78%) sind der Meinung, dass sich die Österreicher ziemlich ungesund ernähren, jedoch scheint das persönliche Problembewusstsein noch etwas hinter dieser Einstellung nachzuhinken: 73% sind mit ihrer Ernährungssituation zufrieden, in Wien 63%.

56% (52% der WienerInnen) denken auch, dass gesunde Ernährung viel mehr Geld kostet, als sich ungesund zu ernähren, 43% (39% WienerInnen) meinen, eine gesunde Ernährung würde einen hohen Aufwand und viel Mühe bedeuten.

Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen sehen aber in der gesunden Ernährung eines der wichtigsten Dinge für die Gesundheit, bei den WienerInnen. waren 82% dieser Meinung. (Schluss) uls

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