Grüne/Heiße Phase der MVA-Diskussion beginnt in Simmering

GR Rüdiger Maresch zur gestrigen Bürgerinformationsveranstaltung der Umweltstadträtin

Wien (Grüne) - Bei der gestrigen Bürgerinformationsveranstaltung der Umweltstadträtin Kossina zur geplanten Müllverbrennungsanlage in Simmering gingen die Emotionen der SimmeringerInnen hoch. "Und das nicht zu unrecht", meint Rüdiger Maresch, Gemeinderat und Umweltsprecher der Wiener Grünen, diente die Veranstaltung doch vielmehr der Beschwichtigung der BürgerInnen als daß der Dialog mit Ihnen von Seiten der Stadtverwaltung gesucht würde.

Auch mit Falschinformationen seitens der Umweltstadträtin Isabella Kossina wurde nicht sparsam umgegangen: Die Stadträtin behauptete etwa, trotz mehrfacher Nachfrage, dass die Anlage keinerlei Abwasser hätte. Tatsächlich war die Lage am Donaukanal ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Standort der MVA, weil diese große Mengen Prozesswasser benötigt, wie auch vom Anlagenplaner bestätigt wird. Dieses Prozesswasser fällt natürlich auch wieder als Abwasser an. "Vielleicht aber glaubt die Umweltstadträtin, daß auch das Prozesswasser in der Anlage verbrannt wird", wurde bei der Veranstaltung gespöttelt.

Auch die Behauptung des Bezirksvorstehers von Simmering, Otmar Brix (SPÖ), dass eine Fachhochschule fix in den Bezirk kommt, ist verwunderlich. Hat er doch am Vormittag bei einer diesbezüglichen Pressekonferenz noch behauptet, dass er sich dafür einsetzen werde. Gemeinderatsbeschlüsse zur Fachhochschule liegen bisher ebenfalls nicht vor. "Die Sinnhaftigkeit des Standortes für eine Fachhochschule sollte, aufgrund der schlechten Anbindung an den öffentlichen Verkehr überprüft werden", so Maresch. Kritisch sehen die Grünen, die Ankündigung Kossina's, daß die Abfall- und UmweltberaterInnen nun auch zentral an diesem Standort zusammengefaßt werden sollen.

Deutlich wurde den SimmeringerInnen auch, daß die Anlage vom ihrem Bezirksvorsteher und der Umweltstadträtin durchgeboxt werden soll. Viele zeigten sich bei der Veranstaltung über die Scheindemokratie und die verbalen Beschwichtigungsversuche, die Müllverbrennungsanlage heißt ja nun Umweltzentrum, empört und gaben dem auch lautstark Ausdruck.

"Dies ist leider das Ergebnis der technokratischen Umweltpolitik der Stadträtin", so Maresch, "nicht die Problemlösung und die Menschen stehen bei der Umweltstadträtin im Mittelpunkt sondern die Verwirklichung teurer, technischer Großprojekte deren Notwendigkeit und Nutzen höchst umstritten ist".

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro Grüner Klub im Rathaus: Tel: 4000-81821

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001