Waneck: Gusenbauers Gesundheitsideen sind Wünsche ans Christkind

SPÖ-Plan teils von FPÖ abgekupfert, teils fern jeder Realität

Wien, (BMSG/STS) – Als "fromme Wünsche ans Christkind", bezeichnete heute FP-Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck, die Ideen Gusenbauers zur Reform des österreichischen Gesundheitssystems. Erfreulich sei jedenfalls, dass die SPÖ nach zweieinhalb Jahren Fundamentalopposition endlich erkannt habe, dass "ihr Gesundheitssystem", das "zu den besten der Welt zählt" reformbedürftig sei. *****

In Wahrheit, so Waneck, habe die SPÖ weite Teile der FPÖ-Reformideen, die sie noch vor kurzer Zeit als "Weg in die Zweiklassenmedizin" und "Kaputtsparen" verteufelt habe, eins zu eins übernommen. Damit habe Gusenbauer samt seiner SPÖ der Bevölkerung eindeutig klar gemacht, dass es den Sozialdemokraten in den vergangenen zweieinhalb Jahren nicht um die Interessen der Bevölkerung gegangen sei, sondern ausschließlich um das einwechseln von politischem Kleingeld.

So sei etwa die von Gusenbauer unter "einheitliche Zahler" verkaufte Idee der "vernetzten Finanzierung" schon lange von der FPÖ gefordert worden. "Das Staatssekretariat für Gesundheit hat gleich nach Amtsantritt ein derartiges Konzept vorgelegt, das aber von der SPÖ vehement abgelehnt wurde", erinnerte Waneck. Auch die Idee, die unterschiedlichen Leistungen der Krankenkassen zu vereinheitlichen, sei nicht neu und ebenfalls langjährige FPÖ-Forderungen, die von der SPÖ mit dem Schlagwort "Nivellierung nach unten" bekämpft wurde.

Die restlichen SPÖ-Forderungen seien entweder fern jeder Realität oder gefährliche Drohungen, fasste Waneck zusammen. "Ich wünsche mir im österreichischen Gesundheitswesen keine Zustände wie in Deutschland", betonte Waneck, der auf diesbezügliche Wünsche der Wiener Gebietskrankenkasse anspielte. Auch die Erkenntnis Gusenbauers jede zehnte Laboruntersuchung sei unnötig, zeige deutlich die Laienhaftigkeit und Unwissenheit des SPÖ-Vorsitzenden. "Wir wissen, dass mindestens jede zehnte Untersuchung unnötig ist. Wir wissen es jedoch oft erst nach der Untersuchung. Daher wären Einsparungen hier für den Patienten gefährlich", betonte Waneck der selbst Arzt ist.

Absurd nannte Waneck auch die Aussagen von SP-Gesundheitssprecher Manfred Lackner, der Gesundheitsminister Haupt wegen der Chipkartengebühr attackiert hatte. "Mit der Krankenscheingebühr, die in Wirklichkeit eine Krankenstrafsteuer ist, hat die SPÖ ein Element der Zwei-Klassen-Medizin zum Nachteil vieler Menschen eingeführt." Die Krankenscheingebühr habe viele Menschen abgehalten, den Weg zum Arzt zu finden. Außerdem sei eine einmalige Chipkartengebühr von 10 Euro/Jahr in jedem Falle billiger als die Krankenscheingebühr. Denn diese belaste den einzelnen Patienten um ein Vielfaches mehr im Jahr", so Waneck abschließend. (Schluss) mg bxf

Rückfragen & Kontakt:

BMSG - Bundesministerium für
soziale Sicherheit und Generationen
Kabinett des Staatssekretärs für Gesundheit
Martin Glier
Tel.: (++43-1) 711 00/4619

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGE0001