ÖAMTC für ausgewogenen Mix aller Verkehrsteilnehmer

Radwegebau nicht zu Lasten anderer Straßenbenützer

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die steigende Zahl der Radfahrer in Wien
wird auch vom ÖAMTC sehr positiv gesehen. Gleichzeitig betont der Club, dass nur ein ausgewogener Mix aller Verkehrsträger zu einem funktionierenden Verkehrsablauf innerhalb der Stadt führen kann.

"Wir bekennen uns zur Fortsetzung des Lückenschluss-Programmes, Radwege sollen jedoch nur dort angelegt werden, wo bauliche Voraussetzungen gegeben sind", betont ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek. Die Errichtung von Radwegen, so die Meinung des Clubs, sollte nicht zu Lasten anderer Verkehrsteilnehmer gehen, in dem Parkplätze und Gehsteigbreiten geopfert werden. Zudem sind in Tempo 30-Zonen keine eigenen Radwege erforderlich, da bei geringen Geschwindigkeiten Autos und Fahrräder im Mischverkehr geführt werden sollten.

Der ÖAMTC befürwortet die Möglichkeit des Radfahrens gegen die Einbahn. Jede Freigabe sollte jedoch einzeln verkehrstechnisch geprüft werden, flächendeckende Freigaben sind aus Sicht der Verkehrssicherheit abzulehnen. Außerdem sollten Radfahrer, die gegen die Einbahnrichtung fahren, auf Mehrzweckstreifen geführt werden.

"Ein Radweg in der Mariahilfer Straße hätte bereits bei der Umgestaltung integriert werden müssen", so ÖAMTC-Experte Michalek, "nachträglich ist die Installierung hier kaum möglich, da die Fahrbahnbreite bereits auf das Minimum reduziert ist und Radwege am Gehsteigbereich zu erheblichen Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern führen würden."

Abschließend hält der ÖAMTC die Beibehaltung der Benützungspflicht von Radfahranlagen für sinnvoll, da eine klare Zuordnung aller Verkehrsteilnehmer auf eigene Verkehrsflächen positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hat. Bei Geschwindigkeiten über 30 km/h sollte aus Sicherheitsgründen das Trennprinzip gelten.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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