Rack: EU fördert Verkehrsverlagerung auf die Schiene

Viel Lob und Kritik für das neue Marco Polo-Programm

Straßburg, 25. September 2002 (ÖVP-PK) "Marco Polo nimmt den Kampf gegen Staus im Straßengüterverkehr auf. Das verdient durchaus Lob", sagte heute der steirische Europaparlamentarier Univ.Prof. Dr. Reinhard Rack. Marco Polo ist ein neues von der Kommission entwickeltes Programm, das dazu beizutragen soll, den Gütertransport vermehrt von der Straße auf die Schiene zu verlagern. "Dafür werden auch interessante Fördermöglichkeiten angeboten, darunter auch Vorhaben in den Beitrittsländern", informiert Rack. ****

Besonders zufrieden ist Rack als Verkehrssprecher der ÖVP-Delegation damit, dass es dem Europäischen Parlament gelungen ist, die Größenordnungen für förderungswürdige Projekte so zu gestalten, dass sich auch Klein- und Familienbetriebe beteiligen können. "Nur Monsterprojekte zu fördern wäre nicht sinnvoll. Die vom Parlament erreichte Lösung ist nun viel KMU-freundlicher", betonte Rack. Marco Polo sieht drei Hauptlinien vor: Eine Starthilfe für neue nicht straßengebundene Güterverkehrsdienste, die mittelfristig wirtschaftlich lebensfähig sein sollten (Aktionen zur Verkehrsverlagerung), eine Förderung der Inbetriebnahme von Güterverkehrsdiensten oder -einrichtungen von strategischem europäischem Interesse (katalytische Aktionen) und eine Förderung kooperativen Verhaltens im Güterlogistikmarkt (gemeinsame Lernaktionen). Um es den KMU zu ermöglichen, sich stärker am Programm zu beteiligen, fordert das Parlament eine Senkung der Mindestförderschwellen von einer Million Euro auf 0,5 Millionen Euro für eine Aktion zur Verkehrsverlagerung, von 3,5 Millionen auf 1,5 Millionen Euro für eine katalytische Aktion, und von 500.000,- auf 250.000,- Euro für eine gemeinsame Lernaktion.

Trotz des Lobs ist für Rack jedoch auch Kritik angebracht. "Dass für die fünfjährige Laufzeit des Programms lediglich 115 Millionen Euro vorgesehen sind, ist bedauerlich. Damit ist nicht sehr viel zu erreichen", meinte der ÖVP-Europaabgeordnete. "Und das Geld hätte man auch schon viel früher im wahrsten Sinne des Wortes auf Schiene setzen können."

Unter dem Strich sind jetzt aber die österreichischen Spediteure und Frächter aufgefordert, um mit sinnvollen und attraktiven Programmen diese Chancen zu nutzen. "Hirnschmalz ist gefragt. Mit der Nutzung von Marco Polo tun die Transportunternehmen doppelt Gutes:
Sich selbst und den verkehrsgeplagten österreichischen Mitbürgern. Mit dem Nachdenken darf jedenfalls schon jetzt begonnen werden", so Rack abschließend.

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(rrack@europarl.eu.int) oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED
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