Swoboda und Scheele fordern strenge, einheitliche Standards für Atomkraft

Alle mit Atomkraft verbundenen Kosten in den Strompreis einrechnen

Wien (SK) "Es ist überaus schade, dass die österreichischen Regierungsparteien offensichtlich völlig übersehen haben, dass letzten Sonntag in Deutschland die Anti-Atomparteien einen Sieg errungen haben", erklärte der Leiter der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament Hannes Swoboda Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Wir brauchen jetzt von Deutschland klare Signale und Argumente für den europäischen Atomausstieg. Die deutsche Bundesregierung muss ehebaldigst entsprechende Vorschläge präsentieren", forderte die niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele. ****

Die Vorschläge der Europäischen Kommission seien genauest zu prüfen, stellte Swoboda klar. "Es ist grotesk, dass das große Gefahrenpotenzial von Atomenergie bisher in Europa nicht zu einheitlichen und strengen Sicherheitsstandards geführt hat", betonte Swoboda.

"Atomkraft erscheint nur billig. Das würde sich rasch ändern, wenn alle mit der Atomkraft in Verbindung stehenden Kosten - etwa in Verbindung mit der Lagerung und Entsorgung von Atommüll - in den Strompreis eingerechnet würden. Die Preisverzerrungen in diesem Bereich müssen korrigiert werden", schloss Scheele. (Schluss) ns/mm

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