Kein Steuergeld des Landes für Falco-Produktion auf der Seebühne

LHStv. Pfeifenberger: Keine Zusatzkosten, sondern haushaltsinterne Budgetumschichtung

Klagenfurt (LPD) - "Entgegen aktuellen Presseberichten wurde die Produktion des Musicals ‚FMA - Falco meets Amadeus‘ auf der Wörthersee-Bühne mit keinerlei Subventionen durch das Land Kärnten unterstützt", stellte heute Finanzreferent LHStv. Karl Pfeifenberger richtig. Die Anteile des Landes entsprechen bei der Leasingrate für Ton 30.485 Euro, für die Seebühne 198.243 Euro und für die Betriebskosten 236.000 Euro. Wie Pfeifenberger weiters betonte, basieren die Zahlungen des Landes auf einer im Oktober 2000 zwischen dem Land Kärnten und der Klagenfurter Messe abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarung und stellen daher eine vertragliche Zahlungsverpflichtung dar.

"Die in den Medien kolportierten Zusatzkosten von 66.000 Euro zur Abdeckung des Betriebsabganges wurden aus dem Zusammenhang gerissen und falsch interpretiert", so Pfeifenberger. Dieser Betrag falle nicht zusätzlich an, sondern sei eine haushaltsinterne Budgetumschichtung, also eine überplanmäßige Zuführung zur Finanzierung der oben angeführten Leasingraten (nicht jedoch der Betriebskosten). Diese Umschichtungen bedürfen gemäß den Durchführungsbestimmungen zum Landesvoranschlag (LVA) 2002 eines Regierungsbeschlusses.

Pfeifenberger hielt außerdem fest, dass mit dem Regierungssitzungsakt lediglich eine Budgetumschichtung und die offene Restzahlung von 66.081Euro zu den gemäß Vertrag bereits geleisteten Akontierungen beantragt wurde und daher diese Restzahlung in den Leasingkosten für die Seebühne von 198.243 Euro enthalten sei.

Pfeifenberger wies auch darauf hin, dass im Gegensatz zur Falco-Produktion das Vorjahres-Musical "Evita" des Stadttheaters Klagenfurt unter der Regie von Intendant Dietmar Pflegerl dem Theater und somit dem Steuerzahler rund 1,8 Millionen Euro an Abgang bzw. Abdeckung von diversen Produktionsleistungen gekostet habe. Dies gehe laut Pfeifenberger aus Prüfberichten des Landes und der Stadt Klagenfurt hervor. Zudem stellte der Finanzreferent fest, dass im Vorjahr rund 865.000 Euro für einen "Evita-gerechten" Umbau der Seebühne, z.B. für den Orchestergraben, aufgewendet werden mussten.

Abschließend betonte Pfeifenberger, dass auch in Zukunft Musical-Produktionen auf die Wörthersee-Bühne geholt werden sollen die, so wie "FMA - Falco meets Amadeus", ohne Subventionen des Landes produziert werden.

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