MOLTERER: ALTAUTOENTSORGUNG IM INTERESSE DER UMWELT UND KONSUMENTEN GEREGELT

Kostenlose Rücknahme von Altautos ab November verpflichtend – Verbot von Schwermetallen fördert "Ökodesign" und schont die Umwelt

Wien (OTS) Die kostenlose Rücknahme von Altautos,
die nach dem 1. Juli 2002 zugelassen wurden, ist nun gesetzlich verankert. Eine entsprechende Verordnung, die am 6. November in Kraft tritt, hat Umweltminister Mag. Wilhelm Molterer in dieser Woche unterzeichnet. Sie regelt die Übernahme und Verwertung von ausgedienten Fahrzeugen und verbietet außerdem die Verwendung giftiger Schwermetalle, die das Kfz-Recycling erschweren und die Umwelt belasten, bei der Autoherstellung. Umweltminister Wilhelm Molterer sieht die neue Regelung als Ausdruck einer modernen und ausgewogenen Umweltpolitik: "Damit ist für die Zukunft eine umwelt-und konsumentengerechte Lösung geschaffen, die gleichzeitig in der Wirtschaft den Partner sucht."****

Derzeit ist die Rücknahme von Kfz in Österreich in einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Umweltministerium, Wirtschaftsministerium und Kfz-Branche geregelt. Die Wirtschaft hat sich darin zur kostenlosen Rücknahme von Altfahrzeugen beim Kauf eines neuen Autos und zur Einhaltung von Mindestanforderungen an Lagerung und Behandlung der Altfahrzeuge verpflichtet. Bis Ende 2006 soll diese freiwillige Vereinbarung weiter Geltung haben. Damit kann die kostenlose Rücknahme auch für den Altbestand aufrecht erhalten werden, also für Autos, die vor dem 1. Juli 2002 zugelassen wurden. Für Fahrzeuge, die nach dem 1. Juli 2002 zugelassen wurden bzw. werden, gilt bereits die neue Verordnung.

Wer ein Altfahrzeug zu entsorgen hat, kann dieses künftig bei einer Übernahme- oder Verwertungsstelle abgeben. Diese sind zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet. Der Autobesitzer muss weder einen Beitrag leisten noch ein neues Auto kaufen. Die Rückgabestellen werden von allen Herstellern und Importeuren öffentlich bekannt gemacht und werden auch auf der Internet-Homepage des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums aufgelistet. Die "wilde" Entsorgung von Autos in der Natur sollte damit ein für alle Mal der Vergangenheit angehören.

Mit dieser Verordnung setzt Österreich eine Richtlinie der EU um. Die Entsorgung von Altautos wird damit künftig europaweit einheitlich auf hohem Niveau erfolgen. Ab 2006 sind mindestens 85 % des Gewichts eines Altfahrzeugs zu verwerten und mindestens 80 % stofflich zu verwerten oder wiederzuverwenden. Bis zum Jahre 2015 steigert sich der vorgeschriebene Verwertungsanteil auf 95 % bzw. auf 85 % für die stoffliche Verwertung und Wiederverwendung.

Ab 1. Juli 2003 dürfen neu zugelassene Fahrzeuge kein Cadmium, Quecksilber, Blei und sechswertiges Chrom mehr enthalten. Nur für wenige Bauteile, die bisher noch nicht ersetzbar sind, gibt es Ausnahmen. Damit wird die Verwertung der ausgedienten Fahrzeuge deutlich erleichtert, die Menge gefährlicher Abfälle sinkt und die Umwelt wird deutlich entlastet. Gemeinsam mit der kostenlosen Rücknahmepflicht wird diese "Produzentenverantwortung" auch massiv zu Innovation im Sinne nachhaltigen "Ökodesigns" beitragen.

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