Vana: Vorschläge von SPÖ und FPÖ zur Prostitution inakzeptabel

Wiener Grüne fordern bessere Bedingungen für SexarbeiterInnen statt Bestrafung

Wien (Grüne) - Die Vorstellungen von SPÖ und FPÖ zur Novellierung des Prostitutionsgesetzes sind aus Sicht der Wiener Grünen inakzeptabel. "Die rot-blau Achse in der Sicherheitspolitik und die Law & Order-Mentalität der beiden Parteien sind offensichtlich. Da helfen auch die heutigen Aussagen der Abgeordneten Wehsely nichts", empört sich Vana.

"Die SPÖ will Freier strafen und damit indirekt Sexarbeit weiter kriminalisieren. Die FPÖ setzt noch eins drauf und unterstellt SexarbeiterInnen pauschal, drogenabhängig zu sein und dementsprechend Leute aus diesem Milieu anzuziehen. Das ist nicht der Weg der Grünen. Wir verlangen verbesserte Sexarbeitsrechte und eine Entkriminalisierung, indem man den Sittenwidrigkeitsparagraphen endlich aufhebt."

Der überwiegend strafrechtliche Umgang mit Sexarbeit geht nach Ansicht Vanas völlig an der Realität vorbei. Einerseits würde die Szene mit einer von der SPÖ vorgeschlagenen verschärften Illegalisierung durch die Bestrafung von Freiern weiter in die Anonymität abgleiten und die Bedingungen für SexarbeiterInnen weiter erschweren, andererseits würden Versuchen einer Verbesserung von Gewaltschutz und Gesundheitsvorsorge wesentlich erschwert, wie auch zahlreiche ExpertInnen bestätigen.

Statt Bestrafung der Freier fordern die Wiener Grünen die Aufhebung der Meldepflicht bei der Polizei, die Einrichtung niederschwelliger Beratungseinrichtungen für SexarbeiterInnen und die Entkoppelung der Sexarbeit von Sittenwidrigkeit in den Gesetzen.

Die vorgelegten Vorschläge von SPÖ und FPÖ spiegeln nach Ansicht Vanas auch die Doppelmoral der Gesellschaft im Umgang mit Prostitution wider: "Wenn es tatsächlich um den Schutz der betroffenen Frauen ginge, wie vor allem die SPÖ behauptet, würden Angebote zum Ausstieg und die längst fällige arbeitsmarktpolitische Betreuung längst ausgebaut", so Vana abschließend.

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