Herbst für Motorradfahrer gefährlicher als Frühling!

Wien (OTS) - Viele Biker denken ab Ende September bereits ans "Einwintern" der Maschine. Trotzdem verunglückten im Vorjahr allein im Herbst 15 Motorradfahrer tödlich. Um einer ähnlich katastrophalen Unfallbilanz in dieser Saison vorzubeugen, warnt die Motorrad-Sicherheitsinitiative "Bikers Project" eindringlich vor den oft unterschätzten Gefahren des herbstlichen Motorradfahrens:

  • Die Straßen sind im Herbst durch Blätter, zerquetschte Kastanien und andere Pflanzenteile besonders rutschig. Bei feuchter Witterung wird Laub genauso rutschig wie Glatteis.
  • In Walddurchfahrten bleibt die Straße nach einem Regen oft stundenlang feucht, während auf freier Strecke längst alles trocken ist. Wer damit nicht rechnet, kann leicht zu Sturz kommen.
  • Die Bodenhaftung der Reifen ist bei niedrigen Temperaturen generell schlechter - auch auf trockener Fahrbahn. Die Gummimischungen sind zumeist für sommerliche Temperaturen optimiert.
  • Auch die Reaktionsfähigkeit des Fahrers wird durch unangenehme, kältere Temperaturen stark herabgesetzt. Die Augen tränen leichter und die Finger werden unbeweglicher.
  • Fährt man am frühen Nachmittag noch bei angenehmen Temperaturen los, kann es etwas später schon unangenehm kühl werden. Wenn es fröstelt macht das Fahren kaum mehr Spaß, man will möglichst rasch nach Hause kommen und wird unkonzentriert.
  • Die tiefstehende Sonne kann die Sicht stark beeinträchtigen. Sekundenlange Blindflüge sind im Herbst keine Seltenheit und führen in Kombination mit Fahrbahnverschmutzungen, die zu spät erkannt werden, immer wieder zu schweren Unfällen.
  • Eine große Gefahr liegt aber auch darin, dass manche Biker vor dem Einwintern der Maschine noch einmal so richtig die Kraft, Dynamik und das "Adrenalin" spüren möchten und dabei ein viel zu hohes Risiko eingehen.

"Wer auch in der kühleren Jahreszeit einspurig unterwegs ist, muss eine noch höhere Sicherheitsreserve einkalkulieren und sich bewusst sein, dass nicht nur die Straßen mehr Gefahren bergen, sondern auch die eigenen Fähigkeiten deutlich eingeschränkt sind", so der Bikers Project-Koordinator Michael Praschl.

Bikers Project wird gefördert vom BM für Verkehr, Innovation und Technologie und den Ländern NÖ, OÖ und Stmk.

mehr Information: http://www.bikersproject.at

Rückfragen & Kontakt:

Bikers Project
Mag. Michael Praschl
Thaliastraße 97/2, 1160 Wien
Tel.: 01 494 80 60

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