Mitterlehner zu 1.000 Euro Mindestlohn: "Gehaltsverhandlung aus Wahlkampf heraushalten"

Künstliche Anhebung der Löhne gefährdet gering qualifizierte Arbeitsplätze und konfrontiert Wirtschaftsstandort mit unfinanzierbarer Gehaltspyramide

Wien (PWK678) "Gehaltsverhandlungen sind Angelegenheit der Kollektivvertragspartner und kein geeignetes Wahlkampfthema" kontert Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stv. der Wirtschaftskammer Österreich, den Forderungen nach Einführung eines 1.000 Euro Mindestlohns. Mitterlehner: "Löhne sind Ergebnisse branchen- und betriebsbezogener Prozesse. Wer von Außen her Einfluss darauf nimmt, greift in die Autonomie der Kollektivvertragspartner ein und gefährdet damit die betriebliche Rentabilität und die Beschäftigungskapazitäten." Eine künstliche Anhebung der Löhne und Gehälter macht letztlich nur die Kündigung der mangelhaft qualifizierten Personen wahrscheinlich. Damit provoziere man nur die Auslagerung einfacher Tätigkeiten und riskiert so eine Anhebung der Arbeitslosenquote. Zu bedenken gibt Mitterlehner auch die Auswirkungen auf den Standort: "Eine generelle Einführung würde untere Lohngruppen schlagartig anheben. Das hätte aber zur Konsequenz, dass auch die darüber liegenden Gehälter angehoben werden müssten. Wir würden also eine massive Verschiebung der Gehaltspyramide erzwingen und diese Kostensituation würde insgesamt die Wirtschaftssituation beeinträchtigen." (AB)

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