Umfrage: Grasser war Musterschüler, Rossmann unscheinbar

Zeugnisverteilung für die alte Regierung

Wien (OTS) - "Es wurde Grasser." Diesem Wortspiel von Arbeiterkammer-Präsident Tumpel, zu Beginn der Legislaturperiode geprägt, konnten knapp 200 in einer Umfrage des GEWINN befragten Manager nicht zustimmen. Zumindest wenn es um die Arbeit des Finanzministers geht. Karl-Heinz Grasser war der Musterschüler im Team, hat als Einziger die nach dem Schulnotenprinzip vergebene Note 1,86, also noch ein "sehr gut" bekommen. Ihm am nächsten kamen Wilhelm Molterer mit 2,05 und die stets lächelnde Außenministerin Benita Ferrero-Waldner.

Susanne Riess-Passer kam mit 2,09 noch vor Wolfgang Schüssel (2,26) zu liegen.

Beim Verteidigungsminister Scheibner gingen die Wogen zwischen sehr gut und "nicht genügend" ziemlich polarisierend hin und her, letztendlich landete er mit seinen Abfangjägern bei einem "zufrieden stellend" (3,3).

Mit einem blauen Auge kamen hingegen die Staatssekretärin für Tourismus Mares Rossmann (mit 3,75 die schlechteste Note im Feld), ihr Pendant für Gesundheit Reinhart Waneck (3,63) und Sozialminister Herbert Haupt (3,56) weg.

Generell wurde die Arbeit der Regierung mit der Note 2,82 bewertet, einem "gut".

Das Zeugnis im Detail

BM für Finanzen Karl-Heinz Grasser 1,86 BM für Landwirtschaft Wilhelm Molterer 2,05 BM für auswärtige Angelegenheiten Benita Ferrero-Waldner 2,07 Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer 2,09 BM für Inneres Ernst Strasser 2,19 Bundeskanzler Wolfgang Schüssel 2,26 BM für Infrastruktur Mathias Reichhold 2,35 BM für Arbeit und Wirtschaft Martin Bartenstein 2,48 BM für Bildung Elisabeth Gehrer 2,62 Staatssekretär für Finanzen Alfred Finz 2,64 BM für Justiz Dieter Böhmdorfer 3,23 Staatssekretär für Kunst und Kultur Franz Morak 3,28 BM für Verteidigung Herbert Scheibner 3,3 BM für Soziales Herbert Haupt 3,56 Staatssekretär für Gesundheit Reinhart Waneck 3,63 Staatssekretär für Tourismus Mares Rossmann 3,75

Umfrage: Pensionsreform dringender als Steuerreform

Wie auch immer die neue Regierung zusammengesetzt sein wird, sie muss heikle Aufgaben lösen. Welche von rund 200 Managern am dringlichsten eingeschätzt wird, wurde in einer neuen Umfrage des GEWINN erhoben.

Dabei stellte sich heraus, dass eine echte Pensionsreform weitaus dringlicher wäre als das Wahlkampfthema Steuerreform. Letztere wurde erst als fünftwichtigste Priorität eingestuft.

Die Ergebnisse im Detail:

Pensionsreform 76,7 Prozent Verwaltungsreform 69,7 Prozent klares Ja zur Osterweiterung 62,8 Prozent Lohnnebenkostensenkung 60,5 Prozent Steuerreform 60,5 Prozent niedrigere Staatsausgaben 55,8 Prozent konjunkturfördernde Maßnahmen 51,2 Prozent mehr Geld gegen Arbeitslosigkeit 37,2 Prozent Budget: Nulldefizit 2003 34,9 Prozent mehr Geld für Forschung und Bildung 34,9 Prozent Osterweiterung mit Wenn und Aber 30,2 Prozent ÖIAG-Beteiligung: Privatisierung 23,3 Prozent Kauf von Abfangjägern 20,9 Prozent Transitvertrag: Verlängerung/Änderung 18,6 Prozent Sonstiges 9,3 Prozent

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