Schenz: Übertragung von Unternehmen Schwerpunktthema der kommenden Jahre!

Rahmenbedingungen für Unternehmensübertragungen weiter verbessern - Bewusstsein schaffen und Finanzierungsinstrumente verfeinern

Wien (PWK675) - "Wir müssen das Bewusstsein schaffen, dass Unternehmensübernahmen mindestens genauso wichtig sind, wie Unternehmensgründungen. Über 50.000 Unternehmen mit mehr als 400.000 Arbeitsplätzen stehen bis 2007 zur Übernahme an. Damit stellt die Übertragung von Unternehmen eines der Schwerpunktthemen der kommenden Jahre dar", betonte heute, Dienstag, der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Richard Schenz, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und dem stv. Generaldirektor der GD Unternehmen, Heinz Zourek. Schenz wies darauf hin, dass lediglich 10 Prozent der Unternehmen auch von der 3. Generation noch übernommen werden.

In Österreich sei zu diesem Thema einiges passiert. Der WKÖ-Vize nannte exemplarisch den Freibetrag in der Erbschafts- und Schenkungssteuer, das Neugründungsförderungsgesetz, die Senkung der Mindesbeitragsgrundlage für die Krankenversicherung für Gründer und Übernehmer sowie die Neuregelung der betrieblichen Mitarbeitervorsorge. Insbesondere bei der Abfertigung neu rechne er, so Schenz, dass die Unternehmensübertragung mittelfristig wesentlich erleichtert werde. Auch die Wirtschaftskammer sei nicht untätig gewesen: Die Abschaffung der Eintragungsgebühr für Gründer, die Umlagensenkung um 30 Prozent, der Ausbau des Gründerservice und die Installierung der Nachfolgebörse unter www.nachfolgeboerse.at, seien wichtige Maßnahmen. Derzeit stehen in der Nachfolgebörse 1929 Anbietern 1966 Suchende gegenüber. Zu Jahresbeginn waren lediglich 1200 Anbieter in der Börse - eine Steigerung von fast 70 Prozent.

"Aufgrund der Brisanz des Themas sieht es die Wirtschaftskammer als klaren Handlungsauftrag an, die Rahmenbedingungen für Unternehmensübertragungen zu verbessern", so Schenz. Als Forderungen nannte der WKÖ-Vize u.a. eine Stärkung der Wiener Börse mit einer Konzentration auf die Mittelbetriebe, die Einführung eines Österreich-Fonds, die Schaffung eines Beteiligungsfreibetrages in Höhe von 20.000 Euro, eine Attraktivierung der Mittelstandsfinanzierungen sowie eine weitere Modernisierung des Betriebsanlagengesetzes.

Ein Anliegen sei ihm, so Schenz, die Forcierung moderner Finanzierungsinstrumente. "Ohne Venture Capital werden wir keine Innovationen finanzieren können. Und das werden wir brauchen, um im Wettbewerb erfolgreich zu sein", betonte der WKÖ-Vize. Schenz nannte u.a. Corporate Bonds und Asset Backed Securities.

Gleichbedeutend mit einer entsprechenden Dotierung der Finanzierungsinstrumente sei das psychologische Moment. Daher werde die WKÖ die Nachfolgeberatung ausdehnen und die mit dem Wirtschaftsministerium gemeinsam initiierte "Initiative Nachfolge" forcieren. Bezüglich der Sensibilisierung seitens des Gründerservices werde es noch heuer 25 Veranstaltungen geben, die über dieses Thema informieren.

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