Bartenstein: Unternehmensübertragungen müssen entdiskriminiert werden utl: Erfolgreiche Unternehmensübertragungen sichern Arbeitsplätze

Wien (BMWA/OTS) - "Unternehmensgründungen sind gut, aber Unternehmensübernahmen sind auch gut", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute anlässlich einer Pressekonferenz im Rahmen der Europäischen Seminars über Unternehmensübertragungen, das zurzeit in Wien stattfindet. Die Übernahme eines Unternehmens soll nicht schlechter gestellt sein als eine Neugründung, zumal die Drop out Rate bei Übernahmen nach 5 Jahren mit 4 Prozent deutlich niedriger ist als bei Unternehmensgründungen mit 25 Prozent. Übertragene Unternehmen verfolgen zudem im Regelfall expansive Strategien, die zu einem dynamischen Wachstum führen, das Umsatzwachstum ist weit überdurchschnittlich und es wird um 20 Prozent je Beschäftigten mehr investiert.****

Im Bereich der Gewerbeordnung, dem Arbeitsvertragsrecht, der betrieblichen Vorsorge, des Arbeitslosenversicherungsgesetzes und der Sozialversicherung hat Österreich bereits viele Maßnahmen zur Erleichterung von Unternehmensübertragungen gesetzt. Vor allem Verbesserungen im Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht müssen noch weiterentwickelt werden um eine Entdiskriminierung des Risikokapitals gegenüber des Geldkapitals herbeizuführen. So kann sich Bartenstein eine Erhöhung des steuerfreien Betrages, der derzeit bei 400.000 Euro liegt, vorstellen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, potentielle Übergeber und Übernehmer füreinander zu sensibilisieren, die Vorgangsweise bei Übertragungen nachhaltig zu entbürokratisieren und die Unternehmensübertragung als echte Alternative zur Neugründung zu positionieren.

Der Übergang eines Unternehmens von einem Eigentümer auf den nächsten ist ein natürlicher Vorgang im Lebenszyklus eines Unternehmens. Läuft diese Übertragung im Rahmen eines geplanten und strukturierten Prozesses ab, ist sie auch meist von Erfolg getragen. Da dies ein gesamteuropäisches Anliegen ist, wurde dieses Thema von der EU-Kommission aufgegriffen . Als Wirtschafts- und Arbeitsminister, so Bartenstein weiter, sei er vor allem auch an der beschäftigungspolitischen Dimension dieses Themas interessiert.
In Österreich stehen bis 2010 rund 52.000 Neuübernahmen an, das sind rund 25 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), wobei rund 440.000 Arbeitsplätze betroffen sind. Eine aktive Arbeitmarktpolitik und die Unterstützung erfolgreicher Unternehmensübertragungen sind somit untrennbar miteinander verbunden.

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