Wiener Grüne freuen sich: 2er-Linie Radweg bringt 433% mehr Radverkehr!

Viennabike erhöht Fahrradanteil signifikant

Wien (Grüne) - "Der Radweg auf der 2er-Linie brachte seit 2000 um 433% mehr Radverkehr. In der Alserbachstrasse wurde ein Zuwachs von 110% seit 1997 verzeichnet", freut sich der Grüne Klubobmann Christoph Chorherr über erste Zwischenergebnisse einer umfassenden Erhebung des Radverkehrsaukommen im Auftrag der MA 18. Chorherr:
"Klar ist demnach, dass hochwertige Radverkehrsanlagen die Radnutzung signifikant erhöhen, wie dies die Grünen immer wieder ansprachen."

Die öffentliche Debatte über das Fahrrad, speziell über das Viennabike brachte eine generelle Zunahme des Radverkehrs in Wien. So konnten vor der Oper binnen 24 Stunden 8500 Radler gezählt werden. Das bedeutet ein Plus von über 51% gegenüber 1999. Am Ring hat das Fahrrad bereits einen Anteil am Individualverkehr von 17,3%.

Die Studie im Auftrag der MA 18 bringt folgende Ergebnisse:
- deutlich steigender Trend im Radverkehr
- starke Steigerungen im Werktagsverkehr
- Steigerung des Radverkehrs an fast allen Zählstellen
- Spitzenwerte am Ring-Radweg: bis zu 777 Radler in einer Stunde
vor der Oper
- Nachweisbarer Zusammenhang zwischen geschlossenem Radverkehrsnetz und hohem Radverkehrsaufkommen

Die Wiener Grünen sehen besonders im Bereich der Mariahilferstrasse noch infrastrukturelle Probleme, die es zu lösen gilt: Hier beträgt der Radanteil bereits 16,2% am Individualverkehr. Das bedeutet 3200 Radler an einem Tag. Diese Zahlen lassen vermuten, dass eine Sättigung der Radverkehrsstärke gegeben ist. Dem ist nicht so, bedenkt man, dass es auf der Mariahilferstrasse bis dato keinen Radweg gibt. "Eine Ausweitung des Wiener Radnetzes könnte hier zu einem deutlichen Zuwachs der Radverkehrsstärke führen", ist Chorherr überzeugt.

Aus Sicht der Grünen sind daher folgende Konsequenzen zu ziehen:
- Das Lückenschlussprogramm der Radnetze muss rasch realisiert werden (z.B. Mariahilferstr., Getreidemarkt, etc.)
- Kapazitätserweiterungen und Verbesserungen im bestehenden Netz sind durchzuführen (gefährliche Engstellen am Ring, Markierungen)
- Flächendeckend Einbahnen öffnen. Im 7., 9., und 13. Bezirk geschieht dies bereits erfolgreich ohne Erhöhung der Unfallraten
- Aufhebung der Radwegbenützungspflicht

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