Niederwieser: Forschungslehrling Reichhold soll Herumexperimentieren einstellen

Wien (SK) "Minister Reichhold soll der österreichischen Forschung einen guten Dienst erweisen und das laufende Herumexperimentieren einstellen", fordert SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser. Die FPÖ hätte die Pflicht gehabt, eine Person mit Kenntnissen für dieses Ministerium zu nominieren, für Experimente sei dieses Ressort zu wichtig, sagte Niederwieser, er räumte allerdings ein, dass innerhin ein Fortschritt zu seiner Vorgängerin Forstinger feststellbar sei. ****

Reichholds Überraschungscoups der letzten Wochen würden zeigen, dass "hier ein Forschungslehrling am Werk" sei. Niederwieser erinnert an die geplante Fusion der Forschungstöpfe, "die Reichhold in aller Eile durchziehen wollte, ohne das in Arbeit befindliche Gesamtkonzept einer Reform abzuwarten". Nächster Schritt sei die überraschende Ausschreibung der Geschäftsführerposten im Forschungszentrum Seibersdorf (ARCS), um noch vor der Wahl zwei neue Geschäftsführer installieren zu können. "Gerade hier stellt sich die Frage, warum der FP-Mann Krünes als dritter Geschäftsführer von der Neu-Ausschreibung nicht betroffen ist, wann sein Posten ausgeschrieben wurde und ob es überhaupt eine Notwendigkeit für die Installierung eines dritten Geschäftsführers gegeben hat", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher.

Reichhold solle sich als verantwortlicher Minister um die echten Probleme von Seibersdorf kümmern. "Im ARC-Seibersdorf befinden sich 50 hochkarätige Wissenschafter auf Jobsuche, weil ihre Gehälter nächstes Jahr nicht mehr bezahlt werden können. Der Ruf von Seibersdorf - das Flaggschiff der außeruniversitären Forschung zu sein - ist in Gefahr, der Eigentümer lässt die Einrichtung ausbluten", kritisiert Niederwieser.

Reichholds Forschungsoffensive bestünde "einzig aus Postenschacher und blindem Aktionismus, von Konzeptionen keine Spur", bedauert der SPÖ-Wissenschaftssprecher, der kein Verständnis für das Schweigen des Forschungsrates zu diesem Agieren Reichholds hat. "Oder sind die Mitglieder des Forschungsrates schon erstarrt wie das Kaninchen vor der Schlange?", schloss Niederwieser. (Schluss) wf/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0009