Schierhuber begrüßt Kompromiss beim Spültrank

Einwandfreies österreichisches System wird honoriert

Straßburg, 24. September 2000 (ÖVP-PK) "Die Vernunft hat sich durchgesetzt. Im Vermittlungsausschuss zwischen Europaparlament und Rat konnte in der Frage der Verwertung von Speiseresten ein Kompromiss erzielt werden. Den Mitgliedstaaten wird bei der Verwendung bestimmter Arten von Küchen- und Speiseabfällen unter streng kontrollierten Bedingungen eine Übergangsfrist von vier Jahren eingeräumt", ist die Europaparlamentarierin Agnes Schierhuber sehr zufrieden. "Gerade für Österreich ist die vereinbarte Übergangszeit von vier Jahren bei der Verwertung von Speiseabfällen besonders wichtig, denn wir haben ein System, das einwandfrei funktioniert und von den Bürgern akzeptiert wird", so Schierhuber weiter, die sich bei Kommission und dem EU-Ratsvorsitz herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit und den erzielten Kompromiss bedankte. ****

"Österreich war und ist Vorreiter in Sachen Ökologiebewusstsein. Die gefundene Vereinbarung ermöglicht es, dieses Engagement der Bevölkerung in Sachen Umweltschutz weiter zu unterstützen", betonte die ÖVP-Europaparlamentarierin. In Österreich beginne die umweltbewusste Erziehung bereits von klein auf und Mülltrennung für die Wiederverwertung sei in jedem Haushalt selbstverständlich. "Die Bürger hätten eine andere Entscheidung nicht verstanden und die EU noch mehr als bürgerfern empfunden", sagte Schierhuber, die in ihrer Rede ausdrücklich darauf hinwies, dass es für sie selbstverständlich sei, Normen und Standards bei der Verwertung von Speiseabfällen einzuhalten, um jedes gesundheitliche Risiko für den Menschen und für Tiere auszuschließen.

"Unter hygienisch einwandfreien und behördlich kontrollierten Bedingungen sind die Bedenken hinsichtlich einer möglichen Tierseuchengefahr gegenstandslos. Das konnte gerade in den letzten Monaten und Jahren in Österreich bewiesen werden. Ein generelles Verbot des Spültranks wäre daher eine völlig überzogene Maßnahme gewesen", so Schierhuber. Sie begrüßte auch die Ankündigung der Kommission, noch vor Ende 2004 einen Richtlinienvorschlag bezüglich biologischer Abfälle, und im speziellen über Küchen- und Speiseabfälle, vorzulegen. "Ich hoffe sehr, dass die Kommission diese Zeit nutzen kann, um sich selbst von dem Vorteil und dem Funktionieren des Systems zu überzeugen, so wie es in Österreich gehandhabt wird." die österreichischen Bioabfallentsorgungs- und Verwertungssysteme hätten sich voll bewährt. "Die hohen Investitionen, die im Rahmen der kommunalen Bioabfallsammlung sowie der behördlich genehmigten Abkochanlagen im Vertrauen auf ein umweltpolitisch vorbildliches System getätigt wurden - allein in Österreich wurden in den letzten Jahren 250 neue Anlagen genehmigt", können damit weiter eingesetzt werden", sagte Schierhuber abschließend.

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