ÖBB treten RailNetEurope bei

Vereinfachung des internationalen Schienenverkehrs in 16 europäischen Ländern

Als einer von insgesamt 18 europäischen Schienennetzbetreibern traten heute die ÖBB dem RailNetEurope bei. Ziel der Kooperation ist die Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs. ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde spricht von einem Meilenstein im europäischen Bahnverkehr. Das Know-how der Trassenerstellung stammt von den ÖBB.****

Im Rahmen der Berliner Fachmesse InnoTrans erfolgte heute die Unterzeichnung des Gründungsvertrages zu RailNetEurope (RNE). Neben fast allen EU-Bahnen nehmen die Staaten Norwegen, Ungarn und die Schweiz an diesem Verkehrsprojekt teil. Die Kooperation hat das Ziel, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr zu vereinfachen und zu fördern. Für die ÖBB nahmen Generaldirektor Rüdiger vorm Walde und Peter Klugar, Leiter des Geschäftsbereiches Netz, an der Unterzeichnung teil.

Verbesserter Kundenservice
Einhelliges Ziel der europäischen Verkehrspolitik ist es, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. Doch bisher mussten Eisenbahnverkehrsunternehmen bei internationalen Transporten mit jedem einzelnen Land eine Trassenvereinbarung treffen. Hoher bürokratischer Aufwand für die Transportwirtschaft und lange Grenzwartezeiten waren die Folge. Mit der Gründung von RailNetEurope wird das Prozedere nun deutlich vereinfacht: Das gesamte Schienennetz aller teilnehmenden Staaten stellt sich nun für Logistikkunden wie eine einheitliche Infrastruktur dar. Pro Teilnehmerland steht ein zentraler Ansprechpartner als sogenannter One-Stop-Shop zur Verfügung, der die Trassen auf ausgewählten Korridoren vermarktet.

"Die Abwicklung internationaler Transporte wird durch RailNetEurope deutlich vereinfacht," zeigt sich ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde mit der Gründung der Kooperation zufrieden. "Wenn man bedenkt, dass der österreichische Schienengüterverkehr zu 75 Prozent internationaler Verkehr ist, kann man ermessen, dass dieser Schritt eine Erleichterung in der Abwicklung darstellt. RaiNetEurope ist ein enormer Meilenstein und steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn."

ÖBB Know how macht RailNetEurope möglich
In der Vorbereitung von RailNetEurope leistete Österreich einen wesentlichen Beitrag. Der international anerkannte ÖBB-Geschäftsbereich Netz leitete die Fahrplangruppe. "Mit Hilfe unseres Know-how wurden tausende Trassen für ganz Europa geplant," beschreibt Geschäftsbereichsleiter Peter Klugar den ÖBB-Beitrag. "Egal zu welchem One-Stop-Shop in welchem Land ein Kunde nun kommt, das Know-how der Trassenplanung stammt von den ÖBB."

Umsetzung beginnt sofort
Mit Unterzeichnung des Vertrages wurde RailNetEurope sofort handlungsfähig. Mit heutigem Tag stehen bereits sämtliche Trassen und zentralen Ansprechpartner zur Verfügung. Der Schwerpunkt der Arbeit gilt dem Güterverkehr, doch auch Anbieter von Personenverkehrsleistungen können auf die Beratungs- und Serviceleitungen von RailNetEurope zurückgreifen.

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