ÖGB-Frauen freuen sich über Unterstützung im Kampf um 1.000 Euro Mindestlohn

Csörgits: Wir setzen Taten, FP begnügt sich mit schönen Worten

Wien (ÖGB). "Einen Mindestlohn von 1.000 Euro für alle fordern der ÖGB und die Gewerkschaften schon lange - und wir setzen im Unterschied zur FPÖ auch Taten, damit dieses Anliegen verwirklicht wird", reagiert ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Renate Csörgits auf die heutigen Forderungen der FP-Politiker Mathias Reichhold und Ursula Haubner nach einem Mindestlohn von 1.000 Euro.++++

Für die Umsetzung eines Mindestlohns von 1.000 Euro bräuchten die Gewerkschaften in den Kollektivvertragsverhandlungen die Zustimmung der Arbeitgeberseite - und die sei in manchen Bereichen nicht vorhanden, sagt Csörgits und fügt hinzu: "Wir haben aber absolut nichts dagegen, wenn die FPÖ ihre bekannt guten Beziehungen zur Wirtschaft nützt, um die Problembranchen zu einem Mindestlohn von 1.000 Euro zu bewegen."

Die Gewerkschaften selbst konnten in den letzten Monaten einige Erfolge in Sachen 1.000 Euro Mindestlohn erringen: Der Zeitarbeiter-Kollektivvertrag, der seit Anfang März 2002 in Kraft ist, sieht für alle ZeitarbeiterInnen, auch für ungelernte, eine Entlohnung von mehr als 1.000 Euro vor. In der österreichischen Hotellerie gibt es für die Beschäftigten der Austria Trend Hotels Resorts, die in der Branche eine Vorreiter-Rolle einnehmen, seit 1. Juni 2002 einen Mindestlohn von 1.000 Euro. Ab 2003 werden dann alle Beschäftigten im Hotel und Gastgewerbe einen Mindestlohn von 1.000 Euro erhalten - dank des von der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst ausgehandelten Kollektivvertrags. Und auch die Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten erhalten seit Jänner des Jahres einen Mindestlohn von 1.000 Euro. "Nicht, weil sich die FPÖ für sie stark gemacht hätte, sondern aufgrund des Engagements der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr", so Csörgits abschließend. (mfr)

ÖGB, 23. September 2002
Nr. 722

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