FSG Jugend NÖ: Jugendausbildung war Regierung bislang kein Anliegen

Der lange Marsch durch die Wüste Gobi ist gescheitert - jetzt stehen wir mittendrin

Wien (NÖ-FSG). Rekordarbeitslosigkeit, schlechte Ausbildungsbedingungen, massive Verschlechterungen im Kinder- und Jugendbeschäftigungs- und Berufsausbildungsgesetz. Das ist die Zwischenbilanz, die die schwarz -blaue Bundesregierung, nachdem sie das Handtuch geworfen hat, hinterlässt. "Diesen Zustand jetzt mit Notlösungen und Lippenbekenntnissen fünf Minuten nach zwölf als Lehrlingsinitiative für den Wahlkampf zu missbrauchen, kann man nur noch als drittklassiges Schauspiel bezeichnen", stellt die Vorsitzende der FSG-Jugend Niederösterreich Sonja Windpassinger fest. ++++

Statistikverschönerungen werden den Jugendlichen absolut nichts bringen. Solange die Betriebe in Österreich nicht bereit sind, qualitativ hochwertige Lehrstellen in der nötigen Anzahl zur Verfügung zu stellen, ist der Staat gefordert seine politische Verantwortung wahrzunehmen und die nötigen Schritte zu setzen. Eine sinnvolle Maßnahme wäre zum Beispiel der Lastenausgleich, der eine finanzielle Umverteilung zwischen Betrieben die ausbilden und Betrieben, die keine Lehrlinge aufnehmen, gewährleistet. Anders formuliert, wer nicht ausbildet, soll wenigstens einen finanziellen Beitrag für die Jugend leisten. In Niederösterreich fordert der FSG-Vorsitzende und 2. Landtagspräsident Emil Schabl bereits seit längerem, diesen Schritt zu setzen. Ein entsprechender Antrag an den niederösterreichischen Landtag wurde bereits erarbeitet. Der jetzige Weg, die Bedingungen für Lehrlinge immer weiter zu verschlechtern und den Betrieben dafür immer mehr Subventionen zu geben, ist genauso gescheitert wie die schwarz -blaue Wende.

Die Zukunft der Österreichischen Lehrausbildung kann nur Qualität heißen. Bestehende Strukturen dafür würde es bereits geben. Als typisches Beispiel kann hier die Lehrwerkstätte der Semperit Traiskirchen angeführt werden. Von der Politik im Stich gelassen, vom Bundeskanzler zu Tode geschwiegen wird hier über kurz oder lang einer der ältesten und erfahrendsten Ausbildungsbetriebe im Bezirk Baden seine Tätigkeit einstellen müssen. Hier wäre die Politik gefordert, kreative Maßnahmen zu setzen um ein Ausbildungs- bzw. Facharbeiterzentrum für die gesamte Region zu schaffen.

FSG, 23. September 2002
Nr. 075

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