Das war der autofreie Tag am Sonntag, dem 22. September 2002

Großer Erfolg in mehr als 100 Städten und Gemeinden - Aussendung von Klimabündnis Österreich

Wien (OTS) - Zitat: "Der autofreie Tag war verregnet und gut besucht. Es war ein schöner, sehr angenehmer Sonntag."

Trotz unbeständigem und zeitweise schlechtem Wetter flanierten Tausende durch die wohltuend beruhigten Ort- und Stadtzentren oder auf den autofreien Bundes- und Landesstraßen und nützten den Straßenraum für Kommunikation, Unterhaltung und Information. Die Angebote wurden begeistert angenommen, das Echo war sehr positiv.

In Volders/T gab es auf der autofreien Bundesstraße ein Familienfest; Fahrpläne für Bahn und Bus können ab sofort am Gemeindeamt abgefragt werden. Man kam zu Fuß oder, wie etwa in Rum/T, per Shuttledienst zu den Veranstaltungen. In Kufstein gab es neben zahlreichen Aktionen Themenwanderungen und ein Öko-Festival. In Virgen/T wurde allen Haushalten zu Fuß oder mit dem Fahrrad Semmeln und eine Broschüre zum autofreien Tag zugestellt, ein Kirchentaxi brachte die Besucher zur Messe, der Pfarrer ging auf das Thema Klimaschutz-Umwelt ein, am Nachmittag fand die Familienwanderung "Alpenzauber-Weg der Sinne" statt, es gab Taxidienste für die autofreie An- und Abreise. Auch vielen Vorarlberger Gemeinden probierte man eine andere Art der Mobilität aus, wie etwa Spaßparcours oder Fitnesslauf, der den Sinn hat bewusst miteinander zu laufen und einen nachhaltigen Umgang mit Energie symbolisiert. Zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Umwelt konnten auch die Bewohner der benachbarten Gemeinden mittels Shuttledienst autofrei in Laab im Walde/NÖ besuchen. In Retz/NÖ wurden vom ortsansässigen Fahrradmuseum zahlreiche Gefährte ausgestellt, Tandemfahrten und Senftenträger prägten das Straßenbild; 5 Fahrbahnen wurden für Radfahrer dauerhaft gegen die Einbahn geöffnet. In Stetteldorf/NÖ gab es ein Umweltquiz, interessante Referate zu Energie und Mobilität, zu den Erfolgen bisheriger Klimaschutzaktivitäten der Gemeinde und zu künftigen Vorhaben. Es wurde errechnet, dass bei der Raumwärme das Klimabündnisziel bereits erreicht wurde, im Verkehr die Emissionen aber ansteigen. Maßnahmen für Radfahrer und eine fußgeherfreundliche Straßenraumgestaltung wurden vor Publikum erörtert. Auch in Graz wurde der autofreie Opernring begeistert angenommen; gefrühstückt wurde wegen des Regens aber nicht auf der geplanten Tafel mitten am Ring, sondern bei den überdachten Imbiss- und Info Ständen.

Nur einige wenige Gemeinden sagten wegen Regen und Kaltwettereinbruch ihre Aktivitäten ab.

Das Ziel des autofreien Tages, nämlich die BürgerInnen zu ermutigen, ihre Bewohner und ihr kulturelles Erbe wieder zu entdecken und sie zu einer Verkehrsmittelwahl zu motivieren, die mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar ist, wurde erreicht. Insbesondere in Tirol, Vorarlberg, Niederösterreich und Oberösterreich, wo sehr viele Gemeinden teilgenommen haben, ist man übereinstimmend der Meinung, dass sich der europaweite autofreien Tag innerhalb der letzten drei Jahre ganz hervorragend entwickelt hat, diese Themen zu transportieren. Die meisten der teilnehmenden Gemeinden sind Mitglied im Klimabündnis; sie haben sich das Ziel gesetzt, ihre klimaschädigenden Treibhausgase bis 2010 zu halbieren.

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