Gusenbauer: SPÖ wird Ambulanzgebühren abschaffen

Bei Neuauflage von ÖVP/FPÖ-Koalition drohen weitere Schritte in Richtung Zwei-Klassen-Medizin

Wien (SK) "Es kann nicht unser Ziel sein, das Gesundheitssystem einzuschränken. Daher wollen wir die Ambulanzgebühr abschaffen", so die klare Ansage des SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer am Montag im Rahmen eines Besuches im Krankenhaus Rudolfsstiftung. Im Gespräch mit Patienten sei der Unmut über die Ambulanzgebühren deutlich geworden. Die "unsäglichen Ambulanzgebühren" würden die Menschen belasten, einen enormen bürokratischen Aufwand mit sich bringen und die Patienten verärgern. Als "Gefahr für Österreich" bezeichnete Gusenbauer eine Fortsetzung von Blau-Schwarz und die damit verbundenen weiteren Schritte in Richtung Zwei-Klassen-Medizin. Die SPÖ stehe für ein Gesundheitssystem, "das für alle da ist". Die Ambulanzgebühren hätten auch die erwarteten Einnahmen für das Gesundheitssystem nicht mit sich gebracht.****

Gusenbauer zitierte eine WHO-Studie, die besage, dass in Gesellschaften, die im Gesundheitssystem immer stärker mit Selbstbehalten arbeiten, das Gesundheitsniveau absinke.

Die SPÖ veranstaltet einen Gesundheitsgipfel, in dem Vorschläge diskutiert werden, um die finanzielle Situation des Gesundheitssystems zu verbessern, informierte Gusenbauer. Zum einen seien die Medikamentenpreise in Österreich noch immer zu hoch, des weiteren würde die Ertragssituation der Krankenkassen durch Schwarzarbeit belastet. Auch im Bereich der Prävention gebe es Möglichkeiten, Kosten für das Gesundheitssystem einzusparen. Als Beispiel nannte Gusenbauer die Kariesprävention bei Kindern, die im zahnmedizinischen Bereich Kosten senke. (Schluss) sw

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