Pirklhuber: Molterer blockiert ökologische und soziale Landwirtschaft

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OTS (Wien) - Die Grünen appellieren anlässlich des heutigen Agarministerrates an BM Molterer, endlich den Widerstand gegen die Reformvorschläge Fischlers aufzugeben und im Sinne der großen Mehrheit der österreichischen Bäuerinnen und Bauern sowie der KonsumentInnen zu agieren. "Die vorgeschlagenen Reformen der EU-Agrarpolitik bedeuten einen Paradigmenwechsel in Richtung Klasse statt Masse", so der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. Mit diesem Konzept komme es endlich zur Reduzierung der sinnlosen Überschüsse, die bisher nur mit Unterstützung von zusätzlichen Steuergeldern wieder abgesetzt werden konnten. Fischler habe damit einen mutigen Schritt in Richtung mehr Ökologie, KonsumentInnen- und Tierschutz gesetzt. Auch in Österreich sei eine Agrarwende ein Gebot der Stunde, so Pirklhuber.

"Dass ausgerechnet der österreichische Landwirtschaftsminister Molterer diese Reformen blockiert, ist vollkommen unverständlich. Die österreichische Landwirtschaft ist klein strukturiert mit einem hohen Anteil an Berggebieten und ökologisch sensiblen Zonen und würde daher überdurchschnittlich von ökologischen und sozialen Reformen profitieren", betont Pirklhuber. Die Betriebe, die tatsächlich von den Förderobergrenzen der Direktzahlungen in Höhe von 300.000 Euro jährlich betroffen wären, sind nur eine Handvoll Grossbetriebe in Österreich. "Diese Grossbetriebe glaubt BM Molterer vertreten zu müssen, und vergisst dabei auf die große Mehrheit der österreichischen Bäuerinnen und Bauern, die ohnehin den EU-Wettbewerb um Größe und Masse nicht gewinnen können.

Auch im Hinblick auf die bevorstehende EU-Osterweiterung sind die Reformvorschläge Fischlers unabdingbar für eine ökologische Annäherung von Ost und West sowie für die Finanzierbarkeit des EU-Agrarsystems.

Die Grünen fordern Umwelt- und Landwirtschaftsminister Molterer auf, endlich für eine ökosoziale Landwirtschaft im Agrarministerrat einzutreten und Lobby-Interessen hintanzustellen.

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