Glawischnig (1) zu Agrarministerrat: Brutale Tiertransporte beenden

Grüne verlangen Abschaffung der Exportsubventionen und Begrenzung der Transporte

Wien (OTS) - "EU-Tiertransporte sind immer noch fahrlässig, brutal und subventioniert", kritisiert die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, anlässlich der heutigen Sitzung des EU-Agrarministerrates. Die Grünen verlangen eine Abschaffung der Exportsubventionen für Tiertransporte und eine Begrenzung des Transports auf maximal 8 Stunden bzw. 500 Kilometer. "Ich erwarte mir von BM Molterer, dass er sich beim heutigen EU-Ministerrat für diese Forderungen einsetzt", so Glawischnig.

Die Situation bei den Tiertransporten in Europa ist laut Glawischnig immer noch verheerend. Im Jahr 2000 wurden 312 Millionen Tiere -Schweine, Rinder, Schafe und Pferde lebend durch Europa transportiert, ein Teil davon wird in Drittländer oder aus Drittländern in die EU transportiert. "Bei diesen Ferntransporten ist ein fahrlässiger und brutaler Umgang mit Tieren die Regel. Sie leiden an Erschöpfung, Wassermangel und Stress", kritisiert Glawischnig.

Der Export von Lebendtieren werde noch immer stark subventioniert. Im Jahr 1999 wurden 329.988 Rinder exportiert und 116,7 Millionen Euro an Förderungen bezahlt, in den ersten zehn Monaten des Jahres 2000 waren es 110,8 Millionen Euro. "Da die Zahlung dieser Ausfuhrerstattungen die eigentliche Ursache für die langen Lebendtiertransporte ist, sollten sie dringend eingestellt werden", fordert Glawischnig abschließend.

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