ARBÖ: Mit dem Rad sicher durch den Herbst

Wien (OTS) - Im Herbst Rad zu fahren kann nicht nur ungemütlich sein, sondern auch gefährlich werden. Denn Radfahrer müssen sich mit den "herbstlichen Widrigkeiten der Natur" wie Nebel, Regen oder schlechten Lichtverhältnissen auseinandersetzen. Hinzu kommt noch, dass Radfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern leichter übersehen werden. Wer sich jedoch gut vorbereitet, kann auch im Herbst gut und sicher per Rad unterwegs sein, so der ARBÖ.

"Sehen und gesehen werden"

Nebel, Zwielicht und düstere Lichtverhältnisse beeinträchtigen am Morgen und gegen Abend die eigene Sicht sowie die Erkennbarkeit des Fahrrades für andere Verkehrsteilnehmer, so der ARBÖ. So lautet das wichtigste "herbstliche Motto" für die Pedalritter: "Sehen und gesehen werden". Die richtige Beleuchtung sollte selbstverständlich komplett funktionstüchtig sein - nicht nur, weil es die Straßenverkehrsordnung nach ihrer letzten Novelle vorschreibt. Empfehlenswert wäre eine Standlichtfunktion, sodass Radler beim Warten, beispielsweise an Kreuzungen, nicht im Dunklen stehen. Zudem müssen die vorgeschriebenen Reflektoren am Fahrrad vorhanden sein, so die ARBÖ-Techniker.

Richtige Bekleidung mit reflektierenden Textilzonen

Zur Sicherheit beim Radfahren auf Straßen gehört natürlich auch die richtige Kleidung sowie ein geprüfter Radhelm, betonen die ARBÖ-Verkehrssicherheitsexperten. Je bunter die Kleidung ist, desto besser wird man von den übrigen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Die Oberbekleidung sollte dünn und atmungsfähig, winddicht und Wasser abweisend sein. Da der Körper beim Radeln genug Eigenwärme entwickelt, sind dicke, wärmende Kleidungsstücke überflüssig. Vielmehr sollte das "Zwiebelprinzip" angewandt werden - mehrere Kleidungsstücke übereinander tragen. Nicht vergessen werden sollte, laut ARBÖ, auf warme und Wasser abweisende Handschuhe, die jedoch noch genug Gefühl zum Schalten und Bremsen lassen. Außerdem sollten "herbstliche Radler" Schuhe mit rutschfester Sohle tragen.

Gefahr rutschige Fahrbahn

Rad fahren in der frischen Luft tut der Gesundheit gut, denn es bringt den Kreislauf in Schwung, baut Stress ab und stärkt das Immunsystem. Trotzdem müssen Radfahrer, laut ARBÖ, gerade bei herbstlicher Witterung ein besonderes Gespür für die "herbstlichen Besonderheiten" der Fahrbahn entwickeln. Sie müssen lernen, die Fahrbahn "zu lesen": Ein Anhaltspunkt für die Glätte einer Fahrbahn ist beispielsweise die Reflexion des Lichts. Je glatter, desto stärker spiegelt sich das Licht. Besonders gefährlich sind lokal begrenzte Änderungen der Fahrbahngriffigkeit durch Laub, Kastanien oder Fallobst, die den Radweg schnell in eine Rutschbahn verwandeln. Nicht zu vergessen oder zu unterschätzen sind Windböen, die den Radler von der Fahrbahn abbringen können.

Bei Nässe längerer Bremsweg

Die Bremsen müssen auch unter widrigen Bedingungen kraftvoll zupacken können. Tauschen Sie deshalb abgefahrene Bremsbeläge rechtzeitig aus. Die ARBÖ-Techniker erinnern daran, dass Felgenbremsen im Gegensatz zu Trommel- oder Rücktrittbremsen bei Nässe einen längeren Bremsweg haben. Der Sattel sollte so niedrig eingestellt werden, dass man mit beiden Füßen bequem den Boden erreichen kann.

Regelmäßige Radpflege gerade im Herbst

Wer das Rad auch im Herbst regelmäßig verwendet sollte es auch pflegen, da Regen und Schmutz die Fahrzeugteile stark beanspruchen. Die ARBÖ-Techniker empfehlen das regelmäßige Reinigen, das Einfetten von Brems- und Seilzügen, das Ölen der Kette sowie die Überwachung des Reifenluftdrucks. Für die Bereifung gilt, dass sich breitere Reifen mit ausgeprägtem Profil besser für Fahrten bei Nässe und Schnee eignen. Um die Bodenhaftung zu erhöhen sollte der Luftdruck etwas verringert werden.

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