Universitäten garantieren Nachhaltigkeit des europäischen Jahres der Sprachen

Wien (OTS) - Im europäischen Jahr der Sprachen sind an den Universitäten Projekte ins Leben gerufen worden, die einen nachhaltigen Beitrag zur Mehrsprachigkeit leisten.

Zuerst sind die Sprachenzentren an den Universitäten zu nennen -in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg. Sie nehmen eine Koordinationsfunktion hinsichtlich der Weiterführung der im Jahr der Sprachen begonnenen Initiativen ein. Ihre Aufgaben liegen neben der Bereitstellung eines breiten praxisorientierten Sprachkursangebotes für Studierende, UniversitätsmitarbeiterInnen und die interessierte Öffentlichkeit darin, als Informationszentren für Sprachen und die Vermittlung von Sprache universitätsintern und nach außen hin zu fungieren. Die Forschungsarbeiten mit sprachdidaktischen Zielsetzungen sollen den eigenen Kursen, insgesamt der sprachlichen Aus- und Weiterbildung an den Universitäten zugute kommen.

Die Kooperationen innerhalb der Universität und die Vernetzung der Sprachenzentren innerhalb Österreichs bilden die Basis der Positionierung der Sprachenzentren als Instrumente der universitären Sprachenpolitik. Durch den Ausbau der universitären Sprachenzentren gelingt es, Nachhaltigkeit bei der Förderung des Sprachenlernens und damit auch des kulturellen Verständnisses zu gewährleisten.

Neue Wege zum Sprachenlernen werden mit Projekten wie "EuroCom", einer Methode, die zeigt, wie mit Vorkenntnissen in einer Sprache schnell Leseverständnis in den genetisch nahe stehenden Sprachen eines Sprachzweiges erlangt werden kann, mit Multimediaprojekten wie "te_le" (e-Learning) im Fremdsprachenunterricht oder der "Sprachwerkstatt" beschritten und erprobt.

Ziel des e-Learnings ist der Einsatz und die praktische Erprobung von Open Distance Learning Programmen. Angewandt wird es im Bereich der Sprachausbildung Deutsch für ausländische Studierende; die Kurse des Fremdsprachenzentrums an der Karl-Franzens-Universität Graz werden beispielsweise mittels einer Lernplattform unterstützt.

Die Sprachwerkstatt, durchgeführt mit Unterstützung des Instituts für Romanistik der Universität Wien, hingegen stellt Unterrichtsmaterial und Werkzeuge für den internetunterstützten Sprachunterricht zur Verfügung und bietet Seminare für SprachlehrerInnen in diesem Bereich an.

Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt des Sprachenzentrums der Universität Wien wurde am Institut für Anglistik und Amerikanistik durchgeführt. Das Ziel des Projektes "Sprachlehrforschung in Österreich" ist, die Situation der Sprachlehrforschung zu untersuchen sowie die Perspektiven dieses Forschungszweiges aufzuzeigen. Dieses breit angelegte Forschungsprojekt, das mittels Fragebögen alle in der Sprachlehrforschung Tätigen erfasst, fand großen Anklang. Es soll weitergeführt werden und als Datensammlung mit Angaben zu einzelnen Projekten, ForscherInnen und Literaturangaben auf der Homepage des Sprachenzentrums der Universität Wien zugänglich gemacht werden, um die Koordination und Durchführung der projektbezogenen Forschung zu erleichtern und die Organisation und Verwaltung von öffentlich zugänglicher Information zur Sprachlehrforschung zu gewährleisten.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva Kößlbacher
Zentrum für Forschungsförderung, Drittmittel und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Wien
Tel.: (++43-1) 4277 -18181
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