Elektromagnetische Felder: Gründung internationaler Kommission mit neuem Risikokonzept

Wien (OTS) - Wissenschafter beschließen die Gründung einer Internationalen Kommission, um für elektromagnetische Felder ein ähnlich hohes Schutzniveau zu erreichen, wie es etwa für Luftschadstoffe schon lange üblich ist:

Der Beschluss zu diesem historischen Schritt wurde anlässlich des internationalen Workshops gefasst, der vom italienischen Gesundheitsministerium (Institut für Vorsorge und Arbeitsschutz), Mitarbeitern der Universität Wien (Institut für Umwelthygiene, Institut für Krebsforschung) und der Stadt Catania am 13. und 14. September 2002 organisiert worden war.

Die weltweite Kritik und die geringe Akzeptanz bei der Bevölkerung der derzeit empfohlenen Grenzwerte elektromagnetischer Felder sind verständlich, wenn man die Bestimmungen und das Schutzniveau in anderen Bereichen (z.B. Immissionsschutzgesetz-Luft) kennt.

In den letzten Jahren zeigte sich die Bevölkerung besonders hinsichtlich der Einwirkung von Feldern aus Hochspannungsleitungen und Mobilfunkantennen besorgt.

Hier muss in einer glaubwürdigen und ausgewogenen Art und Weise die wissenschaftliche Faktenlage vorgelegt und für die Umsetzung in Richtwerte genutzt werden. Dabei muss nach Auffassung der beteiligten Wissenschafter der Vorsorgeaspekt berücksichtigt werden.

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a.o. Univ. Prof. Dr. Michael Kundi
Institut für Umwelthygiene, Universität Wien
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