Caritas: Das Vergessen nicht verdrängen

Internetplattform zu den Themen Altersdemenz und Alzheimer

Wien (OTS) - Im Einsatz für die Lebensqualität älterer Menschen setzt die Caritas der Erzdiözese Wien auf Information und Erfahrungsaustausch: Mit einem Informationsnachmittag am 1. Oktober zu den Themen "Altersdemenz und Alzheimer", mit einer Internetplattform zum Erfahrungsaustausch auf www.caritas-wien.at, mit Informationsveranstaltungen in rund 40 Sozialstationen in Wien und Niederösterreich und Tagen der Offenen Tür in den Senioren- und Pflegehäusern am 4. Oktober.

Der Wiener Caritasdirektor Michael Landau: "Demenz ist eine Krankheit, die in der Gesellschaft nach wie vor verdrängt wird, obwohl aufgrund der demografischen Entwicklung die Erkrankungsfälle zukünftig stark zunehmen werden".

80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Österreich werden von Angehörigen gepflegt, die sich so auch einer großen Belastung stellen. Besonderes Augenmerk muss man in diesem Zusammenhang auf die altersbedingte Demenz - z.B. die Alzheimer Erkrankung - legen. Die Zahl der Erkrankten wird mit der steigenden Zahl der hochaltrigen Menschen weiter wachsen. In Österreich sind 100.000 Menschen von der Alzheimer Krankheit betroffen. Weltweit sind es weit über 18 Millionen. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Anzahl der an der Alzheimer Krankheit leidenden Menschen in den nächsten 50 Jahren verdoppeln wird.

Die Alzheimer-Krankheit betrifft nicht nur die Person, die erkrankt ist, sondern die ganze Familie. Die persönliche und emotionale Belastung bei der Betreuung eines Alzheimer-Kranken ist enorm. Zwei Drittel der Kranken leben zu Hause und werden von ihren Angehörigen gepflegt.

Die Belastungen der Angehörigen (psychisch, physisch, sozial und finanziell), werden durch die Verhaltens- und Hirnleistungsstörungen des Demenzkranken und durch seine Abhängigkeit von der betreuenden Person (zuhause gibt es meist nur eine Hauptbetreuungsperson) verursacht.

Die Betreuung von Demenzkranken stellt hohe Anforderungen an Angehörige und Pflegende. Diese Erkrankung hat schwerwiegende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche im Alter, sie ist die Hauptursache für Pflegebedürftigkeit.

"Hier müssen auch Angehörige ermutigt werden, sich die Unterstützung zu holen, die es ihnen wieder ermöglicht eine gute Beziehung zu Mutter und Vater weiter zu pflegen und zu gestalten", so Caritas Expertin Sigrid Boschert. Die Caritas setzt deshalb auf Vielfalt in ihrem Angebot, von der Heimhelferin, über die Dipl. Gesundheits-und Krankenschwester im mobilen Angebot bis hin zum Leben in einem Senioren- oder Pflegehaus. Nicht zuletzt ergänzt auch das Angebot des Mobilen Caritas Hospizes den Einsatz für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens.

Und was sind Ihre Erfahrungen? Was ist Ihre Meinung? - das fragt die Caritas und bietet unter www.caritas-wien.at das "Forum Altersdemenz und Alzheimer" zum Erfahrungsaustausch an.

Rückfragen & Kontakt:

Peter Wesely
Pressesprecher der Caritas der Erzdiözese Wien
01/87812/221, 0664/1838140, p.wesely@caritas-wien.at,
www.caritas-wien.at

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