Nötscher Kreis wird 2004 wieder im Rampenlicht der Kunst stehen

Sonderausstellung zum 100. Geburtstag von Anton Mahringer durch dessen Sohn Clemens eröffnet - Direktor der Österreichischen Galerie Belvedere ist Kurator der Kärntner Schau - Kulturreferent LH Haider für engere Kooperation mit Museum des Nötscher Kreises

Nötsch (LPD) - Die diesjährige Herbstausstellung im Museum des Nötscher Kreises im Kärntner Gailtal ist Anton Mahringer (1902-1974) gewidmet, anlässlich dessen 100. Geburtstages. Dabei wurde die erfolgreiche Wiener Sommerausstellung der Österreichischen Galerie Belvedere nach Nötsch transferiert. Die Eröffnung nahm heute stellvertretend für die zahlreich erschienenen Familienmitglieder und Freunde des Nötscher Kreises, Primarius Clemens Mahringer, Sohn und Modell des berühmten Künstlers sowie Kärntens Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider vor. Für das "Haus Wiegele" neu zusammengestellt wurde die Ausstellung von der künstlerischen Leiterin des Museums, Helga Druml.

LH Haider kündigte in dem Zusammenhang für das Jahr 2004 eine große Ausstellung an, die Kärntens Beitrag zur klassischen Moderne gewidmet ist bzw. die besondere Funktion des Nötscher Kreises für das Kunstschaffen des beginnenden 20. Jahrhunderts herausstreichen soll. Die über das Land verteilte Sonderschau wird von der Leiterin des Rupertinums Salzburg, Agnes Husslein, kuratiert werden. Die aktuelle Sonderschau sieht der Kärntner Kulturreferent als Vorgeschmack, damit die inzwischen anerkannte große Leistung der in Kärnten wirkenden Maler für den Expressionismus nicht in Vergessenheit gerät. Als Vorgriff soll die Kooperation des Landes mit dem Museum intensiviert werden, bekundete Haider.

Die in dieser Form einzigartige Einzelausstellung bietet mit 40 ausgewählten Exponaten einen Gesamtüberblick über das Schaffen Anton Mahringers, der als wichtigster Vertreter der Kärntner Landschaftsmalerei nach 1945 gilt. Vom Direktor der Österreichischen Galerie Belvedere, Gerbert Frodl, wurde entsprechend die Landschaft im Vordergrund seines Schaffens hervorgehoben - obwohl sich der jüngste der Gruppe um Anton Kolig, Franz Wiegele und Sebastian Isepp auch der für diese Zeit und diesen Ort berühmten Porträtmalerei intensiv gewidmet hat.

Der in Stuttgart geborene Deutsche besuchte 1928 die Malklasse seines Österreichischen Lehrers Prof. Anton Kolig und übersiedelte 1932 in seine neue Wahlheimat ins Untere Gailtal, wo er "allein durch den Ausblick aus dem Fenster eines Hauses "seine" Landschaftsmotive fand. Wenn auch die Motive wie der Dobratsch bei Mahringer immer wiederkehren - so erscheinen sie doch immer wieder in einem anderen Licht. Und dieses Licht wurde auch von seinen Künstlerfreunden als besondere Anziehungskraft genannt, so Frodl. (Schluss)

Service: Sonderausstellung Anton Mahringer bis 24. November, Museum des Nötscher Kreises, Haus Wiegele Nr. 39, 9611 Nötsch, Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen von 14.00 bis 18.00 Uhr. Sonderführungen, museumspädagogische bzw. Kinderaktionen auch außerhalb dieser Zeiten und jeden Donnerstag um 15.00 Uhr geführter Kulturspaziergang. Tel. 04256/3664; email: office@noetscherkreis.at homepage: www.noetscherkreis.at

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