"profil": Wirbel um Billa-Marketingaktion mit Gmundner Keramik

Angebliches "Original-Geschirr" wird in der ehemaligen DDR gepresst

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sorgt eine kürzlich angelaufene Marketingaktion des Handelskonzerns Billa mit Gmundner-Keramik-Geschirr für Aufmersamkeit. Die als "original Gmunder Keramik" in den Billa-Filialen angebotene "Traunsee"-Serie wird nach "profil" vorliegenden Dokumenten in der ehemaligen DDR gepresst.

Der Hersteller Keramtechnologie Ilmenau GmbH im Bundesland Thüringen steht, wie die Gmundner Keramik Manufaktur GmbH selbst, im Einflussbereich des Salzburger Großgrundbesitzers Johannes Moy. In den Hallen des vormals volkseigenen DDR-Betriebs "Henneberg Porzellan" pressen, glasieren und bemalen derzeit 235 Mitarbeiter Keramik nach Gmundner Vorbildern. Die fertigen Stücke werden per Lkw in das Billa-Hauptlager nahe Wien verfrachtet, um schließlich als "original" Gmundner Keramik angeboten zu werden, schreibt "profil".

Billa-Sprecher Alfred Matousek bestreitet den Vorwurf der Irreführung: "Es handelt sich um hochwertige Ware aus dem Hause Gmundner." Robert Staribacher, Geschäftsführer der Gmundner Keramik Manufaktur: "Es handelt sich um Produkte aus unserem Unternehmen, somit ist der Verkauf unter der Marke Gmundner Keramik für uns selbstverständlich." Keinesfalls aber seien die Stücke aus Ostdeutschland "geringwertig" oder "Produkte zweiter Wahl".

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