ORF: Zentralbetriebsratsobmann Heinz Fiedler über Fax-Aktion des OMV-Betriebsrats befremdet

Interessen der Arbeitnehmer und nicht parteipolitische Interessen wahrnehmen

Wien (OTS) - Mit Befremden reagiert ORF-Zentralbetriebsratsobmann Heinz Fiedler auf die am Donnerstag, dem 19. September 2002, publik gewordene Fax-Aktion der Sozialdemokratischen Gewerkschafter in der OMV unter Federführung von Betriebsratschef Leopold Abraham:
"Aufgabe eines Betriebrats ist es, die Interessen von Arbeitnehmern im eigenen Betrieb zu wahren und darüber hinaus gewerkschaftliche Solidarität mit den Anliegen anderer Arbeitnehmer zu üben. Betriebsräte, die sich parteipolitisch instrumentieren lassen und damit auf Arbeitnehmer anderer Betriebe Druck ausüben, schaden dem guten Ansehen der österreichischen Gewerkschaften und Betriebsräte."

Fiedler weiter: "Selbstverständlich steht es jedem Betriebsrat in Österreich frei, seiner politischen Gesinnung Ausdruck zu verleihen. Es muss jedoch das Prinzip gelten, dass die Interessen von Arbeitnehmern absoluten Vorrang vor parteipolitischen Interessen haben: Ein Betriebsratschef hat für alle Arbeitnehmer da zu sein. Bündnisse mit der Politik sind nur dann einzugehen, wenn es um die Sicherung der Rechte von Arbeitnehmern geht. Die Fax-Aktion von Betriebsratschef Abraham, mit der er auch Druck auf die Mitarbeiter der ORF-Information ausübt, ist eine Missachtung der in der Verfassung garantierten Unabhängigkeit des ORF, ein Bärendienst am gewerkschaftlichen Gedanken und der gewerkschaftlichen Solidarität."

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Fiedler
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