Cernic: Haider soll Zerstörungstrieb nicht auf Kunstverein ausweiten Utl. : "Werteverteidigender Kulturkampf" Haiders soll den Kunstverein zur Aufgabe zwingen - SPÖ fordert sofortige Auszahlung der versprochenen Förderungsmittel

Klagenfurt (SP-KTN) - In aller Schärfe reagierte heute die Kultursprecherin der SPÖ-Kärnten, Nicole Cernic auf die ungerechtfertigte Kürzung der Förderung für den Kunstverein durch den Kulturreferenten und sie fordert Haider auf, unverzüglich die ausständige Fördersumme auszuzahlen.

Seit Jahrzehnten ist der Kunstverein prägend für die Kärntner Kunstszene. Zahlreiche Ausstellungen, die über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung finden, dokumentieren die qualitätvolle Arbeit. Auch zum kulturellen Austausch mit den Nachbarländern leistet der Kunstverein einen wertvollen Beitrag und er war nicht wegzudenkende Institution zur Förderung junger Künstler.

"Der Kunstverein schafft in seinem Künstlerhaus Raum und Rahmen für die Präsentation zeitgenössischer Kunst und ermöglicht so eine ständige Begegnung zwischen Kulturschaffenden und - interessierten, er ist Sprungbrett für junge Talente und Ort der Heimkehr für Erfolgreiche, besser kann man Fördermittel nicht einsetzen", ist Cernic überzeugt.

Durch die Übertragung von Budgetmitteln, die Haider den Kulturschaffenden in den Vorjahren vorenthalten hat, verfügt er über ein gut gepolstertes Kulturbudget. Cernic sieht daher den Grund für die restriktive Haltung gegenüber dem Verein nicht in Sparmaßnahmen, sondern ausschließlich in dem Bestreben Haiders, kritische Kulturinstitutionen mundtot zu machen.

"Haider fürchtet die Emanzipation der Kunst und das "Gift der freien Denkungsart", das für ihn Zeitgenössischem entsteigt. Seit er mit seinem "werteverteidigenden Kulturkampf" in Kärnten begonnen hat, wurde zahlreichen freien Kulturinitiativen im ganzen Land die Existenzgrundlage entzogen. Wer die Kulturberichte der vergangenen fünf Jahre aufmerksam liest, kann das leicht nachvollziehen."

"Wir werden, so die Kultursprecherin der SPÖ-Kärnten weiter, "diesem neuen Versuch mit allen uns möglichen Mitteln entgegentreten", und sie empfiehlt Haider, sich mit seinem Zerstörungstrieb auf die eigene Partei zu konzentrieren. "Wenn er an seinem eigenen politischen Grab schaufeln will, dann bitte, aber den Kunstverein als Grabbeigabe wird es nicht geben."
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