Eröffnung der Akademie für den Physiotherapeutischen Dienst am Waldviertelklinikum

Neue Schwerpunkte am Krankenhausstandort Horn

St. Pölten, (SPI) - Im Mai 2001 wurden mit der Richtlinie für die Förderung der MTD-Akademien (Med.-Technischen Dienste) , der MTF-Schulen (Med.-Technischen Schulen) und Hebammenausbildung die künftigen Standorte für eine PTA-Ausbildung (Physiotherapeutische Akademie) ein St. Pölten und Horn festgelegt. In St. Pölten wurde aufgrund des großen Bedarfes für unser Bundesland die Anzahl der Ausbildungsplätze von 40 auf 60 erhöht und in Horn ein Standort für ebenfalls 60 Ausbildungsplätze vorgesehen. "Damit wurde rechtzeitig Vorsorge getroffen, um den Bedarf an ausgebildeten Fachkräften abzudecken, der in Hinblick auf die Inbetriebnahme in Horn und in weiterer Folge auch in Allentsteig entstehen wird. Gleichzeitig besteht auch in den Rehabilitationseinrichtungen im Waldviertel insgesamt eine steigende Nachfrage nach den Absolventen dieser Fachsparte", so Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi im Rahmen der heutigen Eröffnung der Akademie für den Physiotherapeutischen Dienst am Standort Krankenhaus Horn des Waldviertelklinikums.****

Die Gesamtkosten für die Errichtung der Akademie betrugen 880.000 Euro. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre, ein Jahrgang ist für 20 TeilnehmerInnen konzipiert. Die Schaffung des Waldviertelklinikums war in Niederösterreichs Gesundheitswesen ein Meilenstein der Weiterentwicklung und der Kooperation von Krankenhausstandorten selbst. Das Waldviertelklinikum an den Standorten Horn, Allentsteig und Eggenburg wird damit auch seiner Schwerpunktfunktion für das Waldviertel gerecht, es ist auch äußerst rege im Finden und in der Ausarbeitung neuer innovativer Funktionen für alle drei Standorte.

"Als Gesundheitsreferentin freut es mich, dass sich der KAV Waldviertelklinikum so hervorragend in der NÖ Spitalslandschaft positioniert hat und dass die Verantwortlichen in den Gremien offen sind für neue Wege im Gesundheitswesen. Die heute ebenso begangene Eröffnung der Neurologie geht auf den Kooperationsvertrag des Jahres 2000 zurück, wo sich die KH Horn, Allentsteig und Eggenburg zum Krankenanstaltenverband Waldviertel vereinigt haben. Im Zuge der grundsätzlichen Weiterentwicklung der Neurologie kam man zum Ergebnis, dass die Integration in ein Akutkrankenhaus, insbesondere bei der Schlaganfallversorgung, notwendig ist. Daher wurde die Akutneurologie der Stufe A und B in Horn angesiedelt und die weiteren Stufen, insbesondere der Rehabilitationsbereich, in Allentsteig.

Damit ist es gelungen, für die Schlaganfallpatienten in NÖ eine annähernd flächendeckende Versorgung einzurichten. Wie wichtig das ist, das zeigen auch die folgenden Daten. Alle 55 Minuten stirbt auch in Österreich ein Mensch an einem Schlaganfall, das sind 9625 ÖsterreicherInnen pro Jahr. Schlaganfall stellt die dritthäufigste Todesursache in Österreich dar (nach Herztoten und Krebspatienten). In NÖ ist mit 4000 neu auftretenden Schlaganfällen pro Jahr zu rechnen, Schlaganfall-Überlebende machen in Österreich fast 60.000 Personen aus. Ein Großteil von ihnen ist ständig behindert rund jeder Fünfte Schlaganfallpatient braucht Hilfe zum Gehen, ein Drittel der Überlebenden sind auf fremde Hilfe angewiesen und 16 Prozent der Menschen, die einen Schlaganfall überlebt haben, sind permanent pflegebedürftig. "Es gilt als bewiesen, dass Stroke Units im Vergleich zur Behandlung auf medizinischen Allgemeinstationen eine Reduktion der Schlaganfallsterblichkeit um 20 Prozent und signifikant bessere Ergebnisse im Hinblick auf bleibende Behinderungen erzielen", so die NÖ Gesundheitsreferentin zur neuen Abteilung Neurologie des KH Horn.
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