Neuer Jeep Grand Cherokee-Auftrag - Voyager-Produktion gestartet

DaimlerChrysler und Magna Steyr intensivieren Zusammenarbeit

Graz (OTS) - In der Erfolgsgeschichte der jahrzehntelangen Zusammenarbeit von DaimlerChrysler und Magna Steyr wird heute ein neues Kapitel mit erfreulichen Perspektiven für die Automobilproduktion am Standort Graz (Österreich) aufgeschlagen: Im Rahmen einer Feierstunde wird heute nicht nur die Serienfertigung des Chrysler Voyager im Grazer Magna Steyr-Werk offiziell aufgenommen, sondern auch ein neuer Vertrag für die Fortführung der Produktion des Jeep Grand Cherokee am Standort Graz unterzeichnet.

Fortsetzung der Jeep Grand Cherokee-Produktion bis 2009

Im neuen Vertrag ist eine Produktionslaufzeit bis 2009 bei einer durchschnittlichen Jahrestückzahl von rund 30.000 Fahrzeugen vereinbart.

Derzeit werden vom Jeep Grand Cherokee, der bereits seit 1994 in Graz produziert wird, durchschnittlich rund 25.000 Fahrzeuge pro Jahr in Graz gebaut.

Der neue Produktionsauftrag bedeutet einen weiteren wichtigen Beitrag zur mittelfristigen Auslastung der Grazer Automobilproduktion sowie zur Sicherung von über 2.300 Arbeitsplätzen bei Magna Steyr.

Produktionsbeginn Chrysler Voyager

Im vergangenen Sommer wurde das Grazer Eurostar-Werk von DaimlerChrysler an Magna Steyr übergeben. Die seit 1992 im Eurostar-Werk überaus erfolgreich laufende Voyager-Produktion wurde in der Folge in das benachbarte Magna Steyr-Werk transferiert. Dem Serienanlauf des Chrysler Voyager bei Magna Steyr gingen äußerst arbeitsintensive Wochen voraus:

  • Am 5. Juli wurde der letzte Voyager aus der bisherigen Eurostar-Produktion gebaut.
  • Am 6. Juli wurde das Eurostar-Werk offiziell in die Magna Steyr Fahrzeugtechnik eingegliedert; am selben Tag wurde bei Eurostar mit der Demontage und Verlagerung des kompletten Voyager-Rohbaues und Teilen der Montage begonnen.
  • Am 8. Juli traten über 800 vormalige Eurostar-Mitarbeiter ihr neues Dienstverhältnis bei Magna Steyr Fahrzeugtechnik an.
  • In den folgenden 8 Wochen, in denen an sieben Tage pro Woche in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet werden musste, wurde der Voyager-Rohbau in der Halle 4 der Magna Steyr Fahrzeugtechnik vollkommen neu aufgebaut und die Fahrzeug-Endmontage in die vorhandenen Anlagen der Jeep Grand Cherokee-Fertigung in der Halle 1 integriert.
  • Parallel dazu mussten alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die neue Produktion und zugleich auf das soeben beginnende neue Modelljahr eingeschult werden.
  • Am 2. September lief der erste von Magna Steyr gebaute Chrysler Voyager planmäßig vom Band.

"Eine so komplexe Aufgabe innerhalb so kurzer Zeit zur vollsten Zufriedenheit unseres Kunden DaimlerChrysler zu lösen, beweist einmal mehr das enorme fachliche Leistungspotenzial und die großartige Einsatzbereitschaft aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter," betonte Siegfried Wolf, Executive Vice Chairman von Magna Int., anlässlich des erfolgreichen Serienanlaufes. Den Erfolg teilen sich gleichermaßen die Stammmannschaft des Werkes und die neu von Eurostar hinzugekommenen und bereits voll integrierten Mitarbeiter.

Bei Magna Steyr in Graz sind derzeit insgesamt 6.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon exakt ein Drittel in der gemeinsamen Voyager- und Jeep Grand Cherokee-Produktion.

Die Verlagerung und der komplette Neuaufbau der Voyager-Fertigung in nur acht Wochen war aber nicht die einzige große Herausforderdung. "Innerhalb von vier Arbeitswochen muss die Produktion des Voyager und des Jeep Grand Cherokee im Zweischicht-Betrieb von 0 auf 330 Fahrzeuge pro Tag hochgefahren werden - das ist die steilste Anlaufkurve, die die Grazer Autobauer je zu bewältigen hatten," hob Magna Steyr-Vertriebsvorstand Hubert Hödl besondere Leistung aller Beteiligten hervor.

Die Laufzeit der Voyager-Produktion bei Magna Steyr ist derzeit bei einer geplanten Stückzahl von durchschnittlich rund 35.000 Fahrzeugen pro Jahr bis Mitte 2006 vereinbart.

Kooperationspartner seit 30 Jahren

Seit 30 Jahren ist DaimlerChrysler dem Standort Graz als Auftraggeber von Entwicklungs- und Produktionsleistungen mit kontinuierlich wachsenden Umfängen verbunden. Über die rein wirtschaftliche Bedeutung hinaus verdankt der Standort dieser jahrzehntelangen engen Geschäftsbeziehung zum Großteil auch seine heute weltweit anerkannte Kompetenz in allen Belangen der Automobilentwicklung und -produktion.

  • Die Zusammenarbeit begann 1973 mit der gemeinsamen Entwicklung des Geländewagen-Klassikers Mercedes-Benz G/Puch G, der 1979 in Graz in Produktion ging und von dem bisher insgesamt 160.000 Fahrzeuge gebaut wurden. Heuer, in seinem 23. Produktionsjahr, wird der mehrfach zum "Geländewagen des Jahres" gewählte G mit 9.467 produzierten Fahrzeugen die höchste (!) Stückzahl seiner eindrucksvollen Erfolgsgeschichte erzielen.
  • 1992 wurde im vormaligen Eurostar-Automobilwerk die Serienfertigung des Chrysler Voyager aufgenommen. Exakt 439.216 Fahrzeuge steuerte Eurostar von April 1992 bis Juli 2002 zum meistverkauften Auto der Kategorie "Minivan" bei.
  • 1994 folgte der Produktionsbeginn des Jeep Grand Cherokee. Seither wurden von diesem US-Offroader mit Kultstatus über 227.000 Fahrzeuge "made in Graz" in alle Welt (mit Ausnahme von Nord- und Südamerika) ausgeliefert, darunter sämtliche Diesel- und Rechtslenker-Modelle.
  • 1996 wurde mit dem Produktionsbeginn der 4MATIC-Modelle der Mercedes-Benz E-Klasse die Zusammenarbeit auf allradgetriebene Limousinen der Oberklasse ausgedehnt. Die seither gebauten rund 72.000 E-Klasse-Fahrzeuge, darunter auch 17.700 Standardmodelle mit Heckantrieb, bedeuten, dass die ursprünglich vereinbarte Stückzahl wegen der weltweit hohen Marktakzeptanz um über 70 Prozent übertroffen werden konnte. Dieser Erfolg führte dazu, dass Magna Steyr bereits im Jahr 2000 mit der Produktion der 4MATIC-Modelle der neuen E-Klasse bis zum Jahr 2010 beauftragt wurde.
  • Über diese Fahrzeugfertigungen hinaus ist DaimlerChrysler seit vielen Jahren für Magna Steyr auch ein bedeutsamer Auftraggeber für Entwicklungsleistungen und Komponentenfertigungen. Aktuellstes Beispiel aus dem Engineering: Die soeben auf dem Markt eingeführten neuen 4MATIC-Modelle der Mercedes-Benz S- und der C-Klasse wurden von Magna Steyr-Ingenieuren entwickelt.
  • Und zahlreiche (Allrad-)Komponenten bzw. -Systeme für Merceds-Benz- und Chrysler-Modelle werden in den steirischen Magna Steyr Powertrain-Werken Lannach und Ilz gefertigt.

Fabriksneuer Voyager für Hochwasseropfer

Anlässlich des heutigen Serienanlaufes des Chrysler Voyager kamen DaimlerChrysler und Magna Steyr überein, ein Fahrzeug aus der neuen Produktion einer von der jüngsten Hochwasserkatastrophe in Österreich besonders schwer geschädigten Familie zu spenden. Es handelt sich um die Weinbauerfamilie Christian BURGSTALLER aus der Gemeinde Zöbing, die zweimal innerhalb weniger Tage vom Hochwasser heimgesucht wurde. Das Wohn- und das Wirtschaftsgebäude sowie das ganze Anwesen und der Weinbaubetrieb der Familie wurden schwer im Mitleidenschaft gezogen. Außerdem gingen die vier Autos der Familie -allesamt älterer Baujahre - und ein Traktor verloren.

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Herfried Teschl
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