20 Jahre Geriatriezentrum Donaustadt

Geriatrie im Wandel

Wien (OTS) - Am Freitag feiert das Geriatriezentrum Donaustadt des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) und das Geriatrische Tageszentrum der MA 47 das 20jährige Jubiläum. Ein bunt gemischtes Festprogramm - darunter ein Prominenten-Rollstuhl-Rennen, Ehrungen der Bewohner des Geriatriezentrums und Auftritte der CliniClowns -sorgt für einen abwechslungsreichen Nachmittag. Für alle Interessierten wurden Führungen durch das Geriatrie- und das Tageszentrum organisiert. Eine Retrospektive auf die vergangenen 20 Jahre veranschaulichte die wesentlichen Veränderungen der geriatrischen Versorgung am medizinischen Sektor sowie im Bereich der Pflege.

Umfassende geriatrische Versorgung für die Bevölkerung nördlich der Donau

Am 11. Oktober 1982 ging das Geriatriezentrum Donaustadt in Betrieb und bietet seitdem 405 Personen auf insgesamt neun Stationen eine umfassende geriatrische Versorgung. In den vergangenen zehn Jahren ist das Durchschnittsalter der Heimbewohner stark gestiegen und der Anteil der mobilen Patienten erheblich gesunken. Nur mehr zehn Personen pro Station sind gehfähig, die anderen auf Rollstühle oder andere Hilfsmittel angewiesen.

Kontakt zur Außenwelt muss gepflegt werden

"Unser Ziel ist es, den Menschen, die hier ihren Lebensabend verbringen, zu ermöglichen, den Kontakt zu ihren Angehörigen und zur Außenwelt zu pflegen", so die Pflegedirektorin des Geriatriezentrums Donaustadt, Veronika Floigl. Aus diesem Grund wurden etliche Projekte initiiert, die das Leben im Geriatriezentrum abwechslungsreich gestalten. Unter anderem werden Feste wie Fasching, Geburtstage und der Erntedank gefeiert, zu denen auch die Angehörigen eingeladen werden. Einmal im Jahr gibt es einen polnischen Kulturnachmittag, für den das Geriatriezentrum in Wien-Donaustadt im Jahr 2000 sogar den Gesundheitspreis der Stadt Wien gewann.

Patientenaktivitäten sorgen für abwechslungsreichen Pflegealltag

Aber auch sonst wird einiges geboten: So wurden beispielsweise zwei fahrbare Backrohre angekauft, damit die Heimbewohner direkt vom Bett aus ihre Kekse backen können. In der Gartenanlage befinden sich Hochbeete, die für Rollstuhlfahrende leicht zu erreichen und bepflanzen sind. Das Mittagessen kann auf Wunsch auch im Garten eingenommen werden und für die wichtigste Mahlzeit des Tages steht ein umfangreiches Frühstücksbuffet zur Auswahl.

Durch die Einführung verschiedener Pflegekonzepte kann auf die speziellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner -beispielsweise durch individuelle Weck- und Schlafenszeiten -eingegangen werden. Um Angehörige zu entlasten, stehen im Geriatriezentrum Donaustadt fünf so genannte Urlauberbetten zu Verfügung. Dort können pflegebedürftige Angehörige, die in häuslicher Betreuung sind, während des Urlaubs untergebracht werden.

Natürlich haben in den vergangenen Jahren auch mitarbeiterbezogene Veränderungen stattgefunden. So wurden unter anderem Teamgespräche, flexible Dienstzeiten, regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen und Supervisionen zur Bewältigung der mitunter schweren Arbeitssituation eingeführt.

Tagesbetreuung im Geriatrischen Tageszentrum der MA 47

Ebenfalls vor 20 Jahren wurde am Gelände des SMZ-Ost das erste Geriatrische Tageszentrum Österreichs eröffnet. Dort sind all jene, die trotz hohen Alters und Pflegebedürftigkeit ihre selbstständige Lebensführung nicht aufgeben wollen, gut aufgehoben. Von Montag bis Freitag, zwischen 8 und 16 Uhr steht ein multiprofessionelles Team, bestehend aus Sozialarbeitern, Ergo- und Physiotherapeuten sowie Kreativanimateuren, zur Betreuung der Tagesgäste zur Verfügung.

Allgemeine Informationen:
o Geriatriezentrum Donaustadt:
http://www.health.magwien.gv.at/kav/gzd/

(Schluss) bw

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