SPÖ übt Druck auf ORF-Redakteure aus

Strutz: Das droht den Medien, wenn die SPÖ wieder an die Macht kommt

Klagenfurt, 2002-09-20 (fpd) Der heute von der SPÖ veröffentlichte "Offene Brief" an den Direktor des ORF-Landesstudios Kärnten sei nichts anderes als der Versuch, Druck auf unabhängige Journalisten auszuüben, die dem Gebot der Objektivität, Aktualität und Überparteilichkeit Folge leisten. Die Aussagen von Peter Ambrozy würden in entlarvender Weise deutlich machen, was den unabhängigen Medien drohe, sollte die SPÖ bei den Nationalratswahlen gestärkt werden, nämlich ausschließlich Berichterstattung, die den SPÖ-Sekretariaten genehm sei und womöglich die politischen Mitbewerber in der Berichterstattung nicht berücksichtige, sagte heute der freiheitliche Landesparteiobmann von Kärnten, Martin Strutz.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern wie beispielsweise Niederösterreich oder der Steiermark, wo mehr als 85 % der regionalen Beiträge unter Bezugnahme auf den Landeshauptmann gesendet werden, übe sich das ORF-Landesstudio Kärnten geradezu in vornehmer Zurückhaltung.

Strutz erinnert daran, dass eine der ersten Maßnahmen von Landeshauptmann Jörg Haider jene gewesen ist, "die Sendung des Landeshauptmannes" im ORF-Kärnten abzustellen. "Noch heute weiß jeder Journalist in Kärnten wie die Medienpolitik der SPÖ funktioniert hat. Von persönlichen Interventionen eines Leopold Wagners, der noch persönlich nach kritischen Berichten in den Redaktionen erschienen ist, bis hin zu Kündigungen, nach nicht genehmer Berichterstattung, können auch ehemalige KTZ-Chefredakteure so einiges berichten. Diese Zeiten sollen keine Wiederauferstehung feiern und deshalb muss der "Drohbrief" an den ORF auf das Schärfste zurückgewiesen werden", sagte der Kärntner Landesparteiobmann.

"Die erfolgreichen Zahlen des ORF-Landesstudios Kärnten im Vergleich zu den anderen Bundesländer-Studios und der Anteil an der überregionalen Berichterstattung geben den Verantwortlichen auf ihrem Weg recht. Ambrozy und die SPÖ müssen zur Kenntnis nehmen, dass sie weder den Landeshauptmann stellen, nicht die stärkste politische Kraft im Land darstellen und zum Glück ihren Parteieinfluss im Medienbereich verloren haben", schloss Strutz.

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