Rotes Kreuz begrüßt Regierungsentscheidung zur Weiterbildung im Pflege- und Betreuungsdienst

Wien (Rotes Kreuz) - "Sehr erfreut haben wir die Regierungsentscheidung zur Kenntnis genommen, in Zukunft weiteren 1000 Interessenten ein Jahr lang die Ausbildung im Pflege- und Betreuungsdienst zu ermöglichen", erklärt Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. Das Rote Kreuz hat immer wieder eine Verbesserung in diesem Bereich gefordert - zuletzt bei einem Besuch des Bundeskanzlers im Rotkreuz-Generalsekretariat am 11. September.

Das Österreichische Rote Kreuz zählt zu den größten Anbietern im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung. Aufgrund der demographischen und epidemiologischen Entwicklung wird sich die Anzahl der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen bis zum Jahr 2011 von derzeit rund 550.000 um etwa ein Drittel auf knapp 800.000 erhöhen - jede 4. Familie in Österreich wird dann mit dieser Thematik konfrontiert sein.

Derzeit kann der Pflegebedarf mit den seitens der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellten Mitteln nicht abgedeckt werden. Die Pflegekräfte der mobilen Pflege und Betreuung sind voll ausgelastet, weitere können aufgrund der begrenzten Budgets nicht angestellt werden. Zudem gibt es einen Mangel an diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Altenfachbetreuern und Pflegehilfen in diesem Arbeitsbereich.

"Wir sehen im Regierungsbeschluss einen ersten notwendigen Schritt, die Situation der Pflege- und Betreuungsdienste, und damit auch der von uns betreuten KlientInnen in Österreich langfristig und nachhaltig zu verbessern. Doch viele weitere Maßnahmen in diesem Bereich werden folgen müssen", erklärt Mayer abschließend.

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