NÖ Gesundheitsreferentin LHStv. Onodi zur Tagung der DrogenkoordinatorInnen der Bundesländer in St. Pölten:

Land Niederösterreich: 3 Mio. Euro für Prävention, Beratung und Therapie

St. Pölten, (SPI) - Schätzungen gehen davon aus, dass es in Niederösterreich rund 60.000 Alkoholabhängige und etwa 26.000 Medikamentenabhängige gibt. Österreichweit gibt es etwa 15.000 bis 20.000 problematische Opiatkonsumenten. Die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle ist Anfang der 90er Jahre in Österreich, wie auch in Niederösterreich, gestiegen, in der Folge sank die Zahl bis auf elf Fälle im Jahr 1998. Seither gibt es wieder einen leichten Anstieg, wobei 1999 zwölf Drogentote und im Jahr 2000 15 Drogentote verzeichnet werden mussten. Die Anzahl der Drogentoten für das Jahr 2001 ist Österreichweit gesunken, in Niederösterreich, wie auch in einigen anderen Bundesländern, jedoch leicht angestiegen. ****

"Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Situation im Suchtbereich in Niederösterreich relativ stabil ist, sich jedoch die Konsummuster ändern. Der Konsum von harten, Drogen wie z.B. Heroin, geht zurück, die sogenannten weichen Drogen, wie Cannabis oder Ecstasy, werden jedoch vermehrt konsumiert. Der Konsum von relativ neuen Substanzen, wie z.B. das Schnüffeln von Butangas, stellt die Fachleute der Suchtarbeit vor neue Herausforderungen, auf die in adäquater Weise zu reagieren ist", so NÖ Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi zur heutigen Tagung der DrogenkoordinatorInnen der Bundesländer in St. Pölten. Im Suchtbereich werden vom Land Niederösterreich im Jahr 2002 für Prävention, Beratung und Therapie rund 3 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Im Suchtberatungsbereich ist der Ausbau regionaler Einrichtungen, beginnend mit zwei Pilotprojekten in zwei NÖ Bezirken von September 2002 bis Dezember 2004, geplant. Hier werden zusätzlich rund 184.000 Euro investiert. Anschließend soll die Beratung in Niederösterreich flächendeckend in allen Bezirken, beginnend mit der Südbahnregion, in den Jahren 2005 bis 2010 ausgebaut werden.

Der NÖ Suchtplan, welcher am 4. Juli 2002 einstimmig von der NÖ Landesregierung beschlossen wurde, versteht sich als Grundsatzpapier für die Suchtarbeit in NÖ. Die Suchtarbeit in Niederösterreich ruht auf den drei Säulen: Prävention, Beratung und Therapie. "Als Schwerpunkte setzen wir auf Gesundheitsförderung als integrativen Ansatz sowie auf Prävention vor Therapie, wobei die Sucht als Krankheit verstanden wird. Ebenso ist der Grundsatz Therapie statt Strafe und die Stärkung der persönlichen Ressourcen mit Aufklärung statt Abschreckung im NÖ Suchtplan verankert. Besonders der Bereich Prävention/Vorbeugung ist es uns ein zentrales Anliegen. Die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen soll durch zahlreiche neue Projekte, z.B. der Wanderausstellung "Alles im Griff?" oder dem Ausbau der mobilen Jugendarbeit/Streetwork auf andere, auch ländlichere Regionen in Niederösterreich, weiter verstärkt werden. Ebenso soll der Informationsstand der Eltern zum Thema Sucht und Suchtvor-beugung erhöht werden", so die NÖ Gesundheitsreferentin abschließend.
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