Publikumsrats-Vorsitzender Weißmann verurteilt Manipulation des ORF-Publikumsrats

Wien (OTS) - Zu Medienberichten über die Fax-Kampagne sozialdemokratischer Gewerkschafter zur Beeinflussung des ORF-Publikumsrats erklärte heute dessen Vorsitzender Dr. Georg Weißmann: "Ich verurteile diesen parteipolitisch motivierten Manipulationsversuch des Publikumsrats. Dieser populistische Aktionismus dokumentiert nicht nur einen Mangel an politischer Kultur, sie stellt auch das Prinzip einer freien und professionellen journalistischen Berichterstattung in Frage. Die inhaltliche Arbeit des Publikumsrats war und ist durch eine überparteiliche, sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse des Publikums gekennzeichnet. Von diesem Kurs werden wir uns nicht abbringen lassen."

Er hoffe, so Weißmann, dass dieser Vorfall nicht die Spitze eines Eisbergs von Kampagnen zur Vertretung von Parteiinteressen in der Berichterstattung über den Wahlkampf ist.

Die Fax-Kampagne der "Zentralen Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter in der OMV Aktiengesellschaft" hatte sich an Fraktionsmitglieder gerichtet und sie aufgefordert, per Fax an den ORF-Kundendienst Beschwerde "gegen die zahlreichen Auftritte des "Schweigekanzlers" Schüssel im ORF" zu führen. Im Anschreiben an die Parteimitglieder heißt es: "Jedes Fax wird vom Kundendienst registriert und ab einer gewissen Anzahl von Beschwerden von verschiedensten Leuten zum gleichen Thema wird dies dem Publikums-und Seherrat, der ja über eine SP-Mehrheit verfügt, vorgelegt."

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