VP-MARBOE: Wien droht erste Theaterschließung seit Jahren

Keine Subvention für das Auersperg-Theater?

Wien, den 19.9.2002 (VP-Klub) "Es droht, entgegen den dezidierten Aussagen von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny sowie Bürgermeister Michael Häupl die erste Theaterschließung Wiens seit vielen Jahren", warnt Stadtrat Peter Marboe. "Zum ersten Mal könnte ein gut eingeführter Theaterraum einer anderen Verwendung zugeführt zu werden", so Marboe weiter, "das ist ein
echter Tabubruch, der allen bisherigen Aussagen der Stadtregierung zuwider läuft."***

Der ehemalige Kulturstadtrat: "Es ist völlig uneinsichtig warum die bisherige Subvention für diesen Theaterraum gestrichen werden soll. Die Aufrechterhaltung der bisherigen Förderung ist Vorraussetzung dafür, dass das Theater überleben kann. Noch ist das Auersperg-Theater ein völlig funktionierendes Theater und jederzeit bereit wieder den Betrieb aufzunehmen. Wenn bis Ende September keine Entscheidung im Sinne des Fortbestehens getroffen wird, ist ein Verlust dieses Theaters unvermeidbar."

"War es schon unverständlich, dass man - ganz anders als etwa beim Rabenhof-Theater - einem in Bedrängnis geratenem Theaterleiter jede Hilfe verweigert, so ist es kulturpolitisch unvertretbar jetzt gleich einen seit Jahren bestehenden und akzeptieren Theaterraum aufzugeben", so Marboe weiter. Sollten budgetäre Gründe ausschlaggebend sein für das bisherige Zögern, so wäre das ein partei- und kulturpolitischer Skandal. Insbesondere wenn man
soeben 145.000.- Euro zusätzlich für den Rabenhof zur Verfügung stellt, aber dem Auersperg-Theater eine bereits budgetierte Subvention verweigert.Marboe abschließend: "Ich appelliere an die sozialdemokratische Kulturpolitik Wort zu halten und den Verlust eines seit Jahren zur Wiener Theaterszene zählenden Theaters abzuwehren."
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