"Lieber Maler, male mir..." in der Kunsthalle

Radikaler Realismus nach Picabia

Wien (OTS) - Realistische Malerei heute auf den Spuren
historischer Positionen präsentiert die Kunsthalle Wien vom 20. September 2002 bis 1. Jänner 2003 mit der Ausstellung "Lieber Maler, male mir" , einer Gemeinschaftsproduktion der Kunsthalle Wien mit dem Centre Pompidou und der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Die internationale Gruppenausstellung präsentiert insgesamt 18 Künstlerinnen und Künstler, die sich wieder mit dem "Figurativen" in der Kunst auseinandersetzen, einer lange verpönten Kategorie. In der Nachfolge von Francis Picabia, der mit buntrealistischen Bildern im Stil von Kitschgemälden in den Vierzigerjahren politische und ästhetische Tabus brach, stehen Künstler wie Bernard Buffet, Sigmar Polke, Alex Katz und Martin Kippenberger, die jeweils wieder eigene Zugänge zur realistischen Malerei fanden sowie weitere Künstlerinnen der Kunstszene der vergangenen Jahrzehnte. Die Austellung in der Kunsthalle ist täglich von 10 bis 19 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr geöffnet.****

Die hier versammelten KünstlerInnen sind weit davon entfernt, an den immer wieder angekündigten Tod der figurativen Malerei zu glauben. Sie finden in ihr vielmehr eine Quelle der Freiheit gegenüber dem Dogmen der Geschichte. "Lieber Maler, male mir..." möchte nachweisen, dass die figurative Malerei voller Vitalität ist, dass sie fähig ist, konzeptuelle Inhalte zu vermitteln und gleichzeitig eine Quelle visuellen Vergnügens darzustellen.

Sie mischen Realismus und Kitsch, Akademismus und volkstümliche Stile. Ihre Malerei pendelt zwischen technischer Virtuosität und gewollter Mittelmäßigkeit. Diese Dimension des Spielerischen ist eine indirekte Herausforderung an die historischen Werte und an die ideologischen Programme, die den Begriffen von Stil und Technik zugrund liegen.

Allgemeine Informationen:
o Kunsthalle Wien: http://www.kunsthallewien.at/

(Schluss) gab/bs

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