Kollross: Vielleicht sind manche gleicher?

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich (SJ), Andreas Kollross erklärte zur Abweisung der von der SJ eingebrachten Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Linz gegen Bischof Krenn: "Ein katholischer Bischof darf anscheinend ungestraft eine andere Religion diffamieren. Das ist unverständlich und wirft die Frage auf, ob manche in unserem Land gleicher sind."

"Wenn Künstlerinnen und Künstler sich mit dem Katholizismus auseinandersetzen, wollen das die Ultrakonservativen verbieten. Wenn einer der ihren eine andere Religionsgemeinschaft verunglimpft, und mit seinen Aussagen AusländerInnenfeindlichkeit an den Tag legt, ist das große "Schweigen der Lämmer" angesagt", meinte Kollross.

"Leben wir in einem katholischen Ständesta hat, in dem die katholische Religion staatlich geschützt und andere Religionen und Weltanschauungen für vogelfrei erklärt werden? Oder fehlt die notwendige Courage, um auch einen Bischof in die Schranken zu weisen, wenn er Aussagen tätigt, die bei jedem "Normalsterblichen" zu Recht geahndet werden würden?" fragt sich Kollross, und fügt hinzu, "auf jeden Fall ist das Ergebnis der Staatsanwaltschaft Grund genug, um das Verhältnis Kirche und Staat zu diskutieren."

"Für uns", so Kollross abschließend, "bleibt diese Aussage auf jeden Fall untragbar, und das Schweigen des Kardinals, sowie der gesamten Bischofskonferenz ist dabei zumindest ein ebenso großer Skandal, wie die Aussage selbst. Es gilt in dieser Causa: "Wer schweigt stimmt zu"! Aus diesem Grund fordert der SJÖ-Vorsitzende auch nach wie vor ein Klarstellung seitens der Bischofskonferenz."

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