Spatenstich für das Forschungszentrum für Molekulare Medizin

Wien (OTS) - Bürgermeister Dr. Michael Häupl, der Präsident der österreichischen Akademie für Wissenschaften Univ.Prof. Dr. Werner Welzig und in Vertretung von Bundesministerin Elisabeth Gehrer - sie konnte den Termin wegen der Nationalratssitzung nicht wahrnehmen -Min.Rat Dipl.-Ing. Dr. Kurt Persy, nahmen am Donnerstag den Spatenstich für das CeMM - Forschungszentrum für Molekulare Medizin im AKH vor.****

Dr. Welzig erläuterte die Forschungsprinzipien der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Es gehe darum, dass die Forschungseinrichtungen komplementär und kompetetiv mit den Universitätseinrichtungen zusammen arbeiten. Das sei europäische Praxis. Die interdisziplinäre Grundlagenforschung sei als Ergänzung zu Forschung und Lehre zu sehen. Außerdem sollten neue Strukturen genutzt werden. An diesem neuen Forschungszentrum, das einen Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und Klinik bildet, hätten "Gelehrte aus aller Herren Länder" vorbereitend, mitgearbeitet.

Welzig dankte der Stadt Wien für die Überlassung des Grundstückes und sprach die Bitte aus, dass die finanzielle Absicherung für Wissenschaft und Forschung generell gegeben werden müsse.

Bürgermeister Häupl dankte Prof. Welzig für dessen Initiative zur Gründung des neuen Forschungszentrums. Wissenschaftliche Grundlagenforschung sichere die Zukunft der Stadt, Wien brauche die universitäre und außeruniversitäre Forschung. Häupl verwies auf die großen Erfolge der Forschungseinrichtungen in der Bohrgasse und in der Muthgasse. Wien habe die Chance, ein international beachtetes Forschungs- und Wissenschaftszentrum zu werden. Er erfülle auch gerne das Ersuchen Welzigs, sich für die finanzielle Absicherung bei künftigen Bundesregierungen einzusetzen.

Forschung für den Patienten

Das CeMM ist eine GmbH der österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem Ziel, medizinische Forschung auf molekularer und zellulärer Ebene und ihre klinische Anwendung und praktische Umsetzung zu betreiben. Die enge Zusammenarbeit von hochqualifizierten Ärzten und Grundlagenforschern verschiedener Fachbereiche ist die Voraussetzung.

Molekularmedizinische Forschung setzt zellbiologische molekularbiologische und gentechnologische Methoden ein, um die Entstehung komplexer Krankheitsbilder wie Krebs, entzündliche und degenerative Erkrankungen zu ergründen.

Technologiefreundliche Institutsstruktur

Das geplante Forschungsgebäude wird rund 15 Millionen EUR kosten, die jährlichen Betriebskosten liegen bei rund 3 Millionen EUR. Auf Empfehlung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung stellt der Bund die Mittel für die Baukosten und für den Betrieb für das Jahr 2003 zur Verfügung.

Im Forschungszentrum werden acht bis zwölf Forschergruppen, insgesamt rund 70 Mitarbeiter auf Laborflächen, die internationalen Topstandards entsprechen, arbeiten. (Schluss) fk/vo

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