Grüne: Autofreier Tag in der Josefstadt mutiert zu Wahlkampffest der ÖVP

Josefstädter Grüne kritisieren fehlenden Inhalt des Straßenfestes und empören sich über ‚Quersubventionierung von Bezirksgeldern' an die ÖVP.

Wien (Grüne) - Kommenden Freitag den 20. September findet auf der Josefstädter Straße aufgrund einer Initiative der Grünen Alternative Josefstadt anläßlich des Autofreien Tages ein Straßenfest statt. Dieses wurde von der Josefstädter Bezirksvertretung einst einstimmig beschlossen. Kritik gab es bereits bei der Präsentation des Programmes, so Klubobmann Michael Knopp: "Das Thema des Autofreien Tages wurde verfehlt. Außer dem von uns Grünen in letzter Minute hinein reklamierten Stand der MA22 (Umweltschutz) informiert niemand über alternative Verkehrskonzepte."

Im Finanzausschuss vom 18. September kam es dann endgültig zum Eklat. Knopp: "An sich wollten wir Grüne der Finanzierung des Festes mit 30.000. Euro zustimmen. Doch dann platzte uns der Kragen! Das Fest wurde von der ÖVP in einer Presse-Aussendung mit der Präsenz von Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Landesparteiobmann Finz beworben. Damit wird der Autofreie Tag zu einer Wahlkampfveranstaltung der ÖVP." Zudem empört sich die stellvertretende Klubobfrau Doris Müller: "Wir Grüne können auf keinen Fall einer versuchten Quersubventionierung von Bezirksgeldern an eine Partei zustimmen."

Der Empörung schlossen sich alle anderen Fraktionen an. Die Finanzierung der Veranstaltung wurde abgelehnt. Die Veranstaltung findet statt, die Finanzierung bleibt aber fürs erste einmal ungewiß. Michael Knopp abschließend: "Ich hoffe, dass trotz allem der eigentliche Sinn des Festes deutlich wird."

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