Leitl begrüßt Einrichtung eines europäischen Solidaritätsfonds

Jetzt liegt es an Österreich, KMU rasch und unbürokratisch zu helfen

Wien (PWK664) Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, begrüßt die von der EU-Kommission am heutigen Mittwoch formell vorgeschlagene Einrichtung eines europäischen Solidaritätsfonds, um den Opfern der Hochwasserkatastrophe in Mitteleuropa zu helfen. "Das ist ein gelebtes Zeichen europäischer Solidarität und demonstriert, dass die EU nicht nur um Bürger-, sondern auch um Unternehmensnähe bemüht ist."

Leitl konnte bereits im Rahmen seines Brüssel-Besuchs in der vergangenen Woche - er traf unter anderen mit Kommissionspräsident Romano Prodi und EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer zusammen -erste Details über die Funktionsweise des Fonds erfahren. Nach der Evaluierung des Schadens in den vom Hochwasser betroffenen Ländern sollen die Mitgliedstaaten eine einmalige Finanzhilfe erhalten, die in Eigenverantwortung für Projekte in den Hochwassergebieten vergeben werden kann. Die Anträge sollen bis Anfang November bei der Kommission einlangen, damit die EU-Mittel noch vor Jahresende 2002 ausgezahlt werden können. "Es liegt nun in den Händen der österreichischen Regierung, dass die EU-Gelder rasch und unbürokratisch an die Betroffenen gelangen", betont Leitl.

Der WKÖ-Präsident fordert die Bundesregierung auf, die Gelder aus dem EU-Solidaritätsfonds auch KMU zugute kommen zu lassen, um die derzeit vorgesehenen Entschädigungssätze entsprechend aufzustocken. Des weiteren sei eine Zinsstützung für die Sonderkredite der Europäischen Investitionsbank wünschenswert. Die Kreditkosten der Unternehmen könnten dadurch um bis zu einen Prozentpunkt verringert werden. (NE)

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