Kuntzl zu Winckler: Auch SPÖ macht sich Sorgen um die Zukunft der Universitäten

Regierung schickt Unis ohne Finanzierungsplan in die Universitätsreform

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl nimmt die heutigen Aussagen von Rektoren-Chef Winckler zum Anlass, um die "Sorge der SPÖ über die Zukunft der Universitäten und die Finanzierung der Unireform" zu unterstreichen. "Die SPÖ hat immer kritisiert, dass die Universitäten ohne Finanzierungsplan in die Unireform geschickt werden", so Kuntzl gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Für Kuntzl ist die Universitätsreform "ein weiteres Prestigeprojekt dieser Regierung, das sich als Mogelpackung erweist". Die Reform sei gegen den Willen der Betroffenen durchgedrückt worden, "die Finanzierung des Projekts ist aber keineswegs gesichert und wird einer neuen Regierung vererbt". ****

Es sei "grob fahrlässig", die Universitäten wie einen Schnellzug in die Unireform zu schicken, ohne die Finanzierung zu sichern, kritisierte Kuntzl. Die SPÖ sei nicht für die Umkehr der Unireform, "wir wollen jedoch die Reform in bestimmten Punkten überdenken und die Bedenken der Betroffenen ernst nehmen", stellte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin richtig. Die Regierung habe die Vorschläge der Uni-Angehörigen einfach vom Tisch gewischt

Die Universitätsfinanzierung allgemein und die Kosten der Reform müssten aus dem Budget getragen werden. Experten schätzen die Mehrkosten, die sich aus der Reform ergeben, auf 20 Prozent des Universitätsbudgets. Kuntzl unterstrich in diesem Zusammenhang, dass "Studiengebühren nicht zum fixen Bestandteil der Universitätsfinanzierung werden dürfen, ansonsten wird einer ständigen Erhöhung der Gebühren Tür und Tor geöffnet".

Die SPÖ stehe jedenfalls für einen freien Bildungszugang und werde die Studiengebühren daher wieder abschaffen, so Kuntzl abschließend. (Schluss) ml

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