BARTENSTEIN: EINE MILLIARDE FÜR BETRIEBLICHE HILFSMASSNAHMEN

Betriebliche Schäden durch Hochwasserkatastrophe belaufen sich auf rund 500 Millionen Euro

Wien, 18. September 2002 (ÖVP-PK) Bei den Unternehmen beläuft sich der Schaden der Hochwasserkatastrophe auf rund 500 Millionen Euro, sagte heute, Mittwoch, Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein bei der ÖVP-Klubklausur im Parlament. Das sei weniger, als man ursprünglich angenommen habe. Mit der von der Regierung beschlossenen Milliarde für betriebliche Hilfsmaßnahmen befinde man sich aber "auf der sicheren Seite". Bartenstein rechnet mit 2.000 Anträgen von Betrieben, 1.700 seien schon gestellt worden. Die größten betrieblichen Schäden seien in Oberösterreich mit 230 Millionen, Niederösterreich mit 110 Millionen und Salzburg mit 60 Millionen Euro angefallen. ****

Die historische Hochwasserkatastrophe werde laut Wirtschaftsforscher keine besonderen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben. Dadurch, dass der Wiederaufbau in das Wachstum eingerechnet werde, komme es zwar zu einem zusätzlichen Wachstum, andererseits gebe es aber bei Unternehmen Betriebsunterbrechungen und Ernteausfälle. "Das wird sich die Waage halten", so der Minister. Hinsichtlich der Hilfe von Bund, Ländern, Gemeinden und Bürger hob Bartenstein die "historische einmalige Situation" hervor und dankte den Bundesländern für die exzellente Zusammenarbeit sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern.

Jetzt dürfe es aber nicht so sein, dass nach der Verwüstung des Hochwassers eine Verödung durch eine wirtschaftliche Leere entstehe. Es sei daher wichtig, dass die Hochwassermaßnahmen den Unternehmen glaubhaft dargestellt werden.

Als "einmalig und großartig" bezeichnete Bartenstein die Maßnahme, dass aus dem Katastrophenfonds im Durchschnitt rund 50 Prozent des Schadens ersetzt werden, in besonderen Notfällen sogar mehr. Die Abwicklung der vom Katastrophenfonds bestätigten Schadensmeldung erfolge über die Hausbank. Der von der Bank gewährte Kredit soll dem Unternehmen aufgrund des Zinsenzuschusses für drei Jahre zinsen- und tilgungsfrei zur Verfügung stehen. Als positiv hob der Minister in seinem Statement zudem die finanzielle Unterstützung von Kurzarbeit für die vom Hochwasser betroffenen Betriebe hervor. Auch im Bereich der Österreich Werbung sei es möglich gewesen, rasch Mittel für die Werbung aufzustellen. Auch von der steuerlichen Seite her könne man den Österreichern unter die Arme greifen, um die Schäden besser bewältigen zu können. So können Unternehmungen nicht nur Sachspenden, sondern auch Geldspenden absetzen. Spender seien zudem schenkungssteuerfrei gestellt, schloss der Minister.
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