NEWS: Droht Haider Parteiausschluss? - Im NEWS-Interview übt Ex-Justizminister Ofner harte Kritik: "Der Haider-Spuk muss vorbei sein."

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 38, 19. September 2002 Wien (OTS) - Hart ins Gericht mit Jörg Haider geht der prominente Freiheitliche und Ex-Justizminister Harald Ofner in einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Ofner: "Der Haider-Spuk muss vorbei sein. Es gilt, den Vertrauensschaden zu reparieren. Gegenüber den Wählern, die vom ,Wahnsinnigen in Kärnten‘ reden, vor allem aber ist der Schaden im politischen Feld Österreichs zu reparieren. Denn sonst wird es keinem FPÖ-Obmann jemals mehr gelingen, mit anderen Parteien normal zu reden.”

Als Haider gewonnen hat, hätten sich "alle gefreut”, so Ofner:
"Ich auch. Nur, wenn Revolutionäre ihre Aufgabe erfüllt haben, gehören sie der Geschichte an. Ende... Wenn diese (die Revolutionäre, Anm:) ihre Ziele erreicht haben, werden sie hinderlich für den weiteren Bestand der Sache. Stellt man sie nicht ruhig, perpetuiert man die Revolution.”

Ofner, noch deutlicher: "Bevor die Partei tatsächlich vor die Hunde geht, muss man sich auch von noch so verdienten Funktionären trennen.” Ob sich Ofner einen Parteiausschluss vorstellen kann? "Ich erinnere daran, dass ich zwischen 1983 und 1985 zweimal solche Anträge gegen Haider versucht habe. Ich stelle mir zumindest vor, dass beim Parteitag in Oberwart ein klarer Trennungsstrich gezogen wird... Sollte sich der Parteitag Ewald Stadler mit einem Parteiausschluss vornehmen, hat das Warncharakter für Haider selbst."

Haider werde in jedem Fall verabschiedet werden. Ofner: "Zumindest von den Wählern. Er hat seinen Kredit verspielt und den Bogen überspannt. Wenn man in den letzten Monaten in Kärnten war, hat man schon ständig gehört: Wann ist der endlich ruhig?"

Der vollständige Text des Interviews kann unter der Tel.Nr. 01/213 12/1103 DW angefordert werden.

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