Plank: Dank an Einsatzkräfte und die Vertreter des Bundes

9.500 Schadensfälle in NÖ eingegangen - 8.200 Akontierungen er-folgt - 60 Millionen Euro ausgezahlt - 12.000 Schadensmeldungen er-wartet - weitere problematische Situationen in kommenden Monaten

Wien, 18. September 2002 (ÖVP-PD) "Einen herzlichen und umfassen-den Dank an die Einsatzkräfte, an die Vertreter des Bundes und an die zuständigen Ministerien, die unverzüglich gehandelt und ein großarti-ges Ergebnis erzielt haben", richtete heute, Mittwoch, der niederös-terreichische Landesrat DI Josef Plank bei der ÖVP-Klubstudientagung in Wien zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe. Allein die Frei-willige Feuerwehr habe in Niederösterreich eine Anzahl an Einsatz-stunden geleistet, die dem Gesamtdurchschnitt eines normalen Jahres entspreche. ****

In Niederösterreich habe man rund 11.000 Personen, zum Teil aus lebensbedrohenden Situationen, evakuieren müssen, zum Glück sei kein Verlust an Menschenleben zu beklagen. Es gebe rund 9.500 geschädigte Objekte und etwa 10.000 Hektar Land seien geflutet worden. Das Scha-densausmaß werde derzeit auf 350 Millionen Euro geschätzt. Zum gegen-wärtigen Zeitpunkt seien mehr als 9.500 Schadensfälle eingegangen, wobei es bei 8.200 bereits Akontierungen gegeben habe. Dabei seien bisher rund 60 Millionen Euro ausgezahlt worden, so Plank, der insge-samt mit etwa 12.000 Schadensmeldungen rechnet.

Nun stehe bei den Auszahlungen die "Runde zwei" an, bei der es darum gehe, über 20 Prozent der jeweiligen Schäden aus dem Katastro-phenfonds abzudecken. Plank rechnet damit, dass man in etwa zwei bis drei Wochen über die erste große Spitze in diesem Bereich drüber sein werde. Das Land Niederösterreich habe sofort 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die vom Landtag auf 470 Millionen Euro erhöht worden seien. Das Land übernehme auch die Kosten für die Beseitigung der "Unmengen an Sperrmüll" und habe Maßnahmen im Bereich der Wohn-bauförderung gesetzt, um Hausbesitzern zu helfen, die nun mit dem Schaden und einem Kredit für das Haus dastünden.

Der Landesrat erwartet für die kommenden Monate weitere problema-tische Situationen, die vor allem in finanzschwachen Gemeinden auf-treten könnten. Seine große Sorge gilt auch Betrieben, die schließen oder abwandern könnten. Im Anlaufen sei nun auch eine Evaluierung darüber, was sehr gut und was gut funktioniert habe und wo es Verbes-serungsmöglichkeiten gebe. Bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen sei die "Bewährungsprobe" in dieser schwierigen Situa-tion jedenfalls voll bestanden worden. Damit habe man auch eine gute Voraussetzung für künftige Ereignisse, die aber hoffentlich nicht eintreten würden.

Als Lehre aus der Katastrophe müsse man das gesamte Flussmanage-ment und den Hochwasserschutz analysieren. Es werde voraussichtlich eine ganze Reihe von Flächen geben, deren Wiederherstellung nicht sinnvoll ist, so Plank, der darauf verwies, dass Hochwasserereignis-se, wie im Kamptal, die in eine zwei- bis fünftausendjährige Bewer-tung aufzunehmen seien, mit Schutzmaßnahmen nicht bewältigt werden können.

Dieses Hochwasserereignis, das seinen Ursprung im Waldviertel ge-nommen habe, sei ein klassisches, reißendes Hochwasser gewesen, "das alles weggeputzt hat". Es sei völlig anders verlaufen als das bekann-te Donau-Hochwasser, das in dieser Dimension im 20. Jahrhundert aber auch noch nicht stattgefunden habe.

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